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Diabetes und Technologie - Ein Review als Momentaufnahme

Einleitung

Es gibt Zeitschriften im medizinischen Sektor, die aufgrund der Zusammensetzung ihres offiziellen Zielpublikums viele Themen nur anreißen können. Im Bereich der Publikationen rund um die “Volkskrankheit” Diabetes sind das u. a. die technologischen Aspekte, die aufgrund der demografischen Struktur der Typ-2-Diabetiker wenig Anklang finden. So ist es auch in einem Heft, dass sich seit Jahren zum Ziel gemacht hat, eine Runduminformation für alle Diabetiker zu liefern.

(Gemeint ist das Diabetes-Journal aus dem Hause Kirchheim.) Da ist es nur löblich, dass vierteljährlich eine Zeitschrift im gleichen Verlag erscheint, die in Zusammenarbeit mit der AGDT (Arbeitsgemeinschaft diabetologische Technologie), genau diese Informationen bündelt. Deshalb schauten wir in die vorliegende Ausgabe (2/2013) und möchten dem Leser ein kurzes Feedback zum Heft geben

Diabetes und Technologie aus dem Kirchheim-VerlagDaten

Internetpräsentation: http://www.diabetes-und-technologie.de
Preis: 4 Ausgaben pro Jahr kosten 21, 80 € (Abo) / 1 Ausgabe kostet 6,10 €
ISSN: 1868-5064

Layout

Bevor ich zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Zeitschrift komme, möchte ich einige Worte zum Layout loswerden. Das Heft ist fast durchgehend in weiß-blauen Farbtönen gehalten, der Anteil der Werbung ist durchaus akzeptabel, wobei einige Pressemitteilungen auch indirekt als Werbung zu werten sind. Die Schriftgröße 12 (oder 13) ist gut lesbar. Wichtige Illustrationen wurden in farblich untermalten Textfeldern hervorgehoben. Insgesamt gefällt mir das Layout im gesamten Heft.

Inhaltliche Schwerpunkte

Das Heft ist relativ dünn: Auf 26 Seiten wird alles Neue rund um die Themen Diabetes und Technologie erwähnt, bzw. genau erläutert. Während das “Aktuelle” auf drei Seiten kurz angesprochen wird - dabei bilden jedoch ab und an unkommentierte Pressemitteilungen den Grundstamm der Informationen - findet man unter der Rubrik “Wissenschaft” so eine Art Leitartikel. In dem vorliegenden Heft wird ausführlich erklärt, worin die Vorteile der kontinuierlichen Blutzuckermessung liegen und wie die rechtliche Grundlage der Kostenübernahme durch die Krankenkasse liegt. Darüber hinaus beschäftigt sich das Maganzin noch mit den möglichen Ansätzen einer nichtinvasiven Blutzuckermessung, d.h. einer Blutzuckermessung, die möglichst ohne eine Selbstverletzung, wenn sie auch mittlerweile sehr gering geworden ist, auskommt. Neben diesem “Wissenschaftstitelthema” und einigen Randnotizen liefert das Heft darüber hinaus eine Kategorie mit dem Namen “Wissenswertes”. Im vorliegenden Heft wird sich - um es mal kurz zu fassen - an die außerordentlich umfangreichen Profile dieser kleinen Dauermessgeräte rangewagt. Was kann man aus ihnen lernen? Wie sollte man bei der Analyse vorgehen. Selbstverständlich ist es nur ein kleiner Einblick, der (mit ärztlicher Hilfe) noch vertieft werden muss. Die letzten beiden Kategorien im Heft stellen zum einen neue Ideen ausländischer Forschungseinrichtungen vor (“Produkte weltweit”) als auch die “Arbeitsgemeinschaft diabetologische Technologie”, in deren Zusammenarbeit das ganze Heft ja entstand, vor. Insgesamt sind die inhaltlichen Schwerpunkte aus meiner Sicht vernünftig und zielgruppenorientiert gesetzt. Die Ausführungen sind zwar für den Laien zuweilen etwas schwierig zu verstehen, doch als informierter und interessierter Diabetiker erhält man mit dem Heft einen Einblick in die Materie der Hilfsmittel- und Arzneitechnologie, den ich mir schon vor 15 Jahren, als ich an Diabetes erkrankte, gewünscht hätte.

Internetpräsenz

Heutzutage ist nicht nur das Papier in den Händen relevant - wobei die Zeitung auch als App für iPads zu lesen (Warum eigentlich nur für AppStore-Nutzer? - Viele haben doch schon auf Android basierende Tablets!) - sondern auch die Internetpräsenz. Auf dieser findet man aktuelle Neuigkeiten rund um Diabetes, dem Kirchheim-Verlag und deren Angebot, ein kurzes Profil der Zeitung, dem Verweis zum Abonnement, bzw. dem Probeheft und Downloadangebote. Warum eine Linkliste möglicher Diabetessoftwareprodukte dort als PDF und nicht als Klartext auf der Seite zu finden ist, erschließt sich mir zwar nicht, soll aber keine weitere Rolle spielen. Insgesamt wäre es zwar schön, wenn man verschiedene Artikel der aktuellen Ausgabe “anlesen” könnte, um einen Eindruck zu erhalten, ob die Zeitschrift den unterschiedlichen Erwartungen, die man an die Zeitung stellt, erfüllt, doch dies ist auch schon das einzige Manko, das ich auf der Internetpräsenz finden konnte.

Meinung und Fazit

Der Sinn dieses Artikels sollte nicht sein, das Heft Diabetes&Technologie zu bewerten. Dafür hätte ich es mindestens ein Jahr, d.h. vier Ausgaben intensiv studieren und mit anderen Heften vergleichen müssen. Stattdessen soll der Leser auf eine Zeitung aufmerksam gemacht werden, die sich von der typischen Typ-2-orientierten Diabetes-Pressewelt abhebt. Dabei ist allein schon aus quantitativen Gründen verständlich, wieso sich eine Zeitung wie Diabetes & Technologie nicht in jedem gut geführten Bahnhofskiosk wiederfindet, doch im Zeitalter des Internets ist es ein leichtes Unterfangen, die Zeitschrift zu bestellen oder im Probeabo erstmal selbst einen Blick zu erlangen.

Quelle: 

Diabetes&Technologie 2,2013 (Kirchheim Verlag, Mainz 2013)

Bildquelle: 

Diabetes&Technologie 2,2013 (Kirchheim Verlag, Mainz 2013: http://www.diabetes-und-technologie.de, 14.09.2013)