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Tipps zur Injektion mit dem Pen

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Insulininjektionen mit dem Pen zählen schon seit vielen Jahren, beinahe mehreren Jahrzehnten zum Handwerk jeden insulinabhängigen Diabetikers. Doch auch diese - recht einfache - Injektion bürgt Probleme.

  1. Pen-Nadeln nicht allzu oft nutzen: Die Hersteller predigen zwar, dass Pen-Nadeln sterile Einmalprodukte sind, doch soweit würden wir nicht gehen. Mehrere Injektionen sind - vor allem bei "viel spritzenden" Typ-1-Diabetes schon möglich, doch sollte die Nadel regelmäßig gewechselt werden, da sonst Verletzungen und Blutungen an der Einstichstelle entstehen könnten, die die Infektionsgefahr erhöhen. Weiterhin führen kleinste Verletzungen des Unterhautfettgewebes zur Bildung von Gewebeverhärtungen.
  2. Wenn die Injektionen schmerzhaft sind, ist entweder eine zu lange genutzte Pen-Nadel schuld, oder Sie verwenden generell zu lange Pen-Nadeln.
  3. Wenn Insulin aus dem Einstichkanal wieder zurück läuft sind die Pen-Nadeln zu kurz. Nutzen Sie längere Pennadeln. Beachten Sie hierbei auch, dass hohe Dosen einige Zeit benötigen, bevor das Unterhautfettgewebe, das Insulin aufnimmt.
  4. Wenn Sie eine mangelnde Insulinwirkung feststellen, muss es nicht immer am Pen liegen. Falls ja, könnte die Nadel nach der Injektion zu schnell wieder entfernt worden sein (vor allem bei größeren Insulinmengen) oder die Stelle war ungeeignet (Gewebeverhärtung, Narbengewebe...)
  5. Wenn der Dosierknopf sich schwer bedienen lässt, ist entweder die Pen-Nadel verstopft (vor allem bei selten spritzenden Diabetikern der Fall), die Gummimembran der Ampulle nicht durchstochen (neue Pen-Nadel aufsetzen - die alte war nach innen stumpf) oder die Pen-Nadel zu locker.
  6. Bei trüben Verzögerungs- oder Mischinsulin schwenken Sie den Pen mindestens 10 bis 20 Mal, damit das Insulin gut durch gemischt wird.
  7. Bei Funktionsunsicherheit stellen Sie eine Einheit ein und spritzen Sie diese in der Luft ab, um sicher zu gehen, dass der Pen funktioniert.
  8. Durch starke Temperaturschwankungen kann bei aufgeschraubter Nadel Luft in die Patrone gelangen. Daher kontrollieren Sie diese regelmäßig.
  9. Ist Luft eingedrungen, Pen mit der Nadel nach oben halten und leicht dagegen klopfen (Luft sammelt sich unter der Nadel), dann den Dosierknopf so lange betätigen, bis nur noch Insulin austritt.
  10. Injektionsstellen bei jeder Injektion wechseln, damit sich die Einstichstelle wieder erholen kann. Geeignete Stellen sind neben der Bauchregion, die seitlichen Oberschenkel und die Oberarme. Beachten Sie hierbei die unterschiedlichen Wirkungsmuster der Regionen. So ist beispielsweise der Oberschenkel gut für Langzeitinsulin gedacht. Besprechen Sie dies weiterhin auch mit Ihrem Arzt.
  11. Wie jedes Hormon reagiert Insulin empfindlich auf Frost oder Sonneneinstrahlung. Versuchen Sie diese zu vermeiden.