Skip to main content

INJEX© - Das Nadelfreie Injektionssystem

Erstellt in

Die Angst vor Spritzen ist so alt, wie die medizinische Nadel selber - 140 Jahre. Gerade Diabetes kann da zu einem Problem werden, wenn der Patient bei der Manifestation eines Insulinabhängigen Diabetes mellitus seine Angst vor Spritzen nicht erwähnt, so dass psychologischer Beistand hinzugezogen wird. Selbst in solch einem Fall belächeln viele Ärzte diese Angst, und geben sich somit ein psycho-therapeutisches Armutszeugnis. Die Folge: Für diese Patienten ist es deutlich schwerer den normoglykämischen Bereich d. h., die nichtdiabetische Zuckereinstellung, zu verfolgen.

Die Verwendung von Medikamenten mittels nadellosen Injektionssystemen wurde erstmals 1949 von Hingson beschrieben. Durch den technischen Fortschritt kam es in den 80er Jahren des 20. Jh. zur Etablierung der Jetsysteme, ein anderer Name für die nadelfreie Injektion, in den USA. Technische Probleme bezw. die schlechte Handhabung verhinderten allerdings eine größere Verbreitung. Erst das Injex© System griff diese Entwicklung wieder auf.

Die Funktionsweise

Die nadelfreie Injektion wird durch extrem hohen Druck ermöglicht, der die flüssige Arznei ohne Verwendung einer Nadel in die subkutane Fettschicht der Haut eindringen läßt. Die von einer im Injektor integrierte Sprungfeder verursachte Energie, setzt beim Auslösen des Injektionsvorgangs das vorgegebene Arzneimittelvolumen durch eine Micronadel (0,17 mm Öffnung) frei. Der Druck und die Geschwindigkeitdes Arzneimittelstrahles bestimmt das Zielgewebe : Das Unterhautfettgewebe.
Untersuchungen mit diesem System haben gezeigt, dass das injizierte Arzneimittel den Weg des geringsten Widerstandes geht. Weder Blutgefäße, Nervenfasern oder gar Knochensubstanz werden von dem Arzneimittel durchdrungen. Das Injektat verteilt sich homogen, konusförmig im subkutanen Fettgewebe.1

Anwendung

Für den Gebrauch des Gerätes sind keine besonderen Fähig- und Fertigkeiten erforderlich. Auswechselbare Adapter und eine Dosierhilfe sorgen für eine schnelle und einfache Überführung des Arzneimittels aus allen gebräuchlichen Behältnissen, inklusive sämtlicher Penpatronen, in die sterile Injektionsampulle.

Klinische Untersuchungen zeigen, dass der Arzneistrahl weder in Blutgefäße, Nervenfasern oder den Skelettmuskel eindringt noch Verletzungen der Epidermis, Zerstörungen im darunterliegenden Gewebe oder Anzeichen einer Ödembildung hervorruft.

Welche Insuline sind für Injex© geeignet?

Injektor und Ampullen sind für die subkutane Verabreichung von allen erhältlichen Insulinen (sowohl U40 -als auch U100) geeignet. Nachteilig ist die geringstmöglichste Dosierung von 5 I. U. (bei U100-Insulinen), womit viele ICT Patienten das Gerät nicht verwenden können. Das Insulin kann sowohl aus Penpatronen als auch aus Flaschen - wie einige Insulinarten auch noch erhältlich sind - aufgezogen werden. Mischinsuline können ebenfalls verwendet werden.

Eine Studie soll bestätigt haben, dass alle getesten, auf dem Markt befindlichen Insuline - angefangen vom Basalinsulin bishin zu den Insulin-Analoga ihre medizinische Identität vollständig beibehalten. Ein Wechel der Injektionshilfe bzw. des Insulinpräparates soll jedoch grundsätzlich unter Anleitung eines Arztes vorgenommen werden. Eine eventuell notwendige Neueinstellung kann meist ambulant erfolgen.

Image Das Injex©-System befindet sich in Deutschland seit Januar 2000 im Handel. Anfang des Jahres 2001 gab es im Vorfeld der 36. Jahrestagung der DDG in Aachen eine kleine Studie mit 20 Patienten, die zu dem Schluss kamen : Insgesamt schneidet das INJEX© System in den vorliegenden Untersuchungen im Vergleich zum Insulinpen gut ab und stellt für die meisten Patienten eine attraktive Alternative zur konventionellen Peninjektion dar.

Kostenübernahme

Aufgrund des Preises von knapp 200 Euro brutto und einer Lebensdauer des Injektors von 7000 Injektionen sind die Gesamtkosten für diese Zeitspanne mit denen bei einer Verwendung eines Nadelsystems vergleichbar.Der Erfahrung der Firma Rösch nach, kann ein individueller Antrag gemäß § 139 Abs. 2 SGB V auf Kostenübernahme bei der jeweiligen Versicherung erfolgreich sein.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.injex.de oder unter der kostenlosen Hotline: 0800/6679100 oder per E-Mail: injex@roesch-ag.de.

1 Bestimmung der Eindringtiefe und der histologischen Verteilung eines Farbstoffs nach Injektion mit dem INJEX-System, Mediport Biotechnik GmbH, Berlin, August 2000

Da wir [von Diabetesindex.de] keine Erfahrungen mit dem Injex System gemacht haben, ist diese Ausführung weder als Werbung, noch als medizinisch-erfahrungstechnisch fundiert anzusehen. Die Informationen berufen sich auf Produktinformationen, erhalten auf dem DDG Kongress 2002 in Dresden.