?> STADA Gluco Result ToGo - Kleiner Zuckermessender Reisebegleiter | Diabetes-Index.de
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STADA Gluco Result ToGo - Kleiner Zuckermessender Reisebegleiter

Einleitung
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Die STADA ist eigentlich keine neue Firma auf dem Diabetesmarkt. Mit Metformin ist sie schon seit Jahren ein Begriff und auch die schon veröffentlichten Blutzuckermessgeräte haben zumindest einen Teil der Diabetiker überzeugt.

Da der Erfolg jedoch keine erhofften Dimensionen annahm, kommt nun ein neuer Versuch der Firma, auch die Typ-1-Diabetiker zu überzeugen. Und zwar mit dem wahrscheinlich kleinsten Blutzuckermessgerät überhaupt: Dem Gluco Result To Go. Soviel sei vorweg gesagt: Es ist wirklich so klein, dass es auf eine Messstreifendose passt. Ob auch die Qualität stimmt, soll im folgenden Bericht untersucht werden.

Daten
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- Keine Codierung notwendig
- 99 Speicherplätze mit Datum und Uhrzeit
- 0,5 µl Blut
- Messzeit 4 - 7 Sekunden
- Alternative Körperstellen sind für die Blutzuckermessung ebenfalls geeignet (AST)
- Messbereich: 1,1 - 33,3 mmol/l (20 - 600 mg/dl)
- Temperaturbereich: 10 - 40 °C
- Analysemethode: Elektrochemisch
- Stromversorgung: 1x 3 V Lithiumbatterie vom Typ CR 2032
- Gewicht: 17 g
- Internetpräsentation: www.glucoresult.de

Lieferumfang
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Im Lieferumfang enthalten sind ein kleines Blutzuckertagebuch, eine Kurzanleitung auf Deutsch und Englisch (interessanter Weise doppelseitig mit dem gleichen Inhalt bedruckt), ein Benutzerhandbuch und eine Gerätetasche. Das Handbuch ist ein wenig verwirrend aufgebaut: So findet der Leser das Orientierung gebende Inhaltsverzeichnis erst auf Seite 7, doch mit 38 Seiten findet man sich in dem kleinen A6 großen Heft schnell zurecht. Insgesamt gibt es hier vier von fünf Sterne.

Achten Sie darauf, dass Sie die richtige Version mmol/l oder mg/dl erhalten, da das Gerät nicht direkt zwischen diesen Maßeinheiten umschalten kann.

Optik und Verarbeitung
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Das Gerät ist wirklich klein. Im Bordeauxrot-schwarzen Design gehalten wird das Gerät im Uhrzeigersinn auf die Messgerätdose geschraubt. In der gleichen Farbgebung wurde auch die später noch zu erwähnende Stechhilfe entworfen.
Auf der Rückseite Oberkannte des Messgerätes und unter dem Display befinden sich zwei Knöpfe. Beide wirken nicht so gut verarbeitet, zeigten im Langzeittest jedoch keine der erwarteten Verschleißerscheinungen. Bis auf die noch zu erwähnenden Lanzetten ist die Stechhilfe ebenfalls gut verarbeitet, was mich somit zu dem Gesamturteil von vier Sternen für diese Kategorie führt.

Stechhilfe
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Den größten Schock habe ich bekommen, als ich die Stechhilfe ausprobierte. Doch vorweg möchte ich die positiven Fakten nennen. Das Gerät ist äußerst klein. Mit 4,2 cm Länge passt sie wirklich in die kleinste Hosentasche. Wie andere auch, kann man die Intensität in fünf Stufen variabel einstellen. Ebenso wechselt man bei der Version auf gewohnter Weise die Lanzetten, doch hier sei schon der gravierende Fehler angemerkt. Die beiliegenden Lanzetten sind so instabil und die zum Schutz angebrachten Köpfe so umständlich zu entfernen, dass ich drei Nadeln vor dem ersten Benutzen schon verbog. Es ist schade, dass es an dieser denkbar einfachen Funktion schon scheitert und die Stechhilfe somit nur zwei von fünf Sterne erhält.

Messen
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Der Messvorgang ist recht einfach. Man schiebt den flachen, recht breiten Messstreifen von vorne in das Reisegerät. Das Blut wird ebenfalls am Kopf des Messstreifens eingeführt, was auch immer ohne Probleme gelang. Nach wenigen Sekunden, die auf dem Gerät durch sich bewegende Striche angezeigt werden, wird das Ergebnis präsentiert. Bisher war keine Messung ungültig und auch im Vergleich zu anderen Geräten ist der Wert recht genau. Insgesamt erhält der Messprozess vier von fünf Sterne.
Preis
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Die Probepackung mit 10 Teststreifen kostet im Netz um die 25 €, gleichwohl ich auch Sonderangebote von 5 € gefunden habe, was äußerst günstig ist. Die Teststreifen liegen mit 22 bis 30 Euro für 50 Stück zwar unter den Kosten für die Geräte der Marktführer, doch ist die Ersparnis hier deutlich geringer. Da ich weder bei den Testmessungen, noch in Foren von Fehlmessungen gelesen habe, sollte sich der Ausschussanteil äußerst gering und die Gesamtbewertung dieser Kategorie äußerst hoch, bei fünf von fünf Sternen halten.

Meinung, Kritik und Fazit
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Das Gerät ist das erste kleine Reisegerät, dass bekannt wurde. Obwohl das Display recht winzig ist und die fehlende Angabe der Messdauer ein wenig komisch anmutet, erfüllt das Messgerät seine Dienste. Natürlich wäre ein beleuchtetes Display nicht schlecht, aber es ist ja auch bei anderen Herstellern recht selten. Die Größe ermöglicht es, das Gerät auf die Dose zu schieben und auch die Stechhilfe lässt sich sehr leicht unterbringen. Allein der katastrophale Verarbeitungsfehler der Lanzetten für die Stechhilfe sorgt dafür, dass das Gerät keine fünf Sterne erhält.