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Pendra - Kontinuierlicher nicht - invasiver Glukose- Monitor für Diabetes Management

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Ähnlich wie das CGMS versucht die Pendra durch ein durchgehendes Glukose-Monitoring, d.h. dauerhaft den Blutzuckerspiegel beobachtend, dem Diabetiker zu ermöglichen Unter- und Überzuckerungen besser zu erkennen. Die Methode basiert auf ein Impedanz – Spektroskopie Verfahren, welches angeblich weder Hautirritationen noch anderen Interaktionen mit der Haut eingehen soll.

Pendra

Die Ergebnisse werden im Minutentakt aktualisiert, wobei gleichzeitig die Auf- oder Abwärtsbewegung des Blutzuckers angezeigt wird. Wir denken dass diese Funktion von großer Nützlichkeit sein kann, da so dem/r Diabetiker/in besser vor Augen geführt wird, welche Trends und Muster sich in seinem/ihrem Blutzuckerprofil ergeben. Durch akustische Alarme ist es weiterhin möglich Unter- und Überzuckerungen aus dem Weg zu gehen. Die Daten können einzeln notiert werden und/oder in einer „Pendra User Software“ für medizinisches Fachpersonal ausgewertet werden. Bisher ist das Gerät nur für Erwachsene zugelassen.

Die einzige Frage die wir uns bei diesen Daten fragen ist in Richtung der Genauigkeit des Gerätes gerichtet. Kann es ein konventionelles Blutzuckermessgerät ersetzen? oder nur durch die Funktion der Tendenz ergänzen?

Die Methode : Impedanz Spektroskopie

Eins vorweg: diese Methode ist auch unter dem Namen dielektrische Spektroskopie zu finden. Durch die Nutzung eines bestimmten Frequenzbereiches (von Zellen und Proteine) gelingt es Veränderungen des Glukosespiegels, sowie den Transport von Glukose durch die Zellmembran bei Erythrozyten zu registrieren. Die folgende Grenzflächenpolarisierung der Zellmembranen verursachen Abweichungen in den elektromagnetischen Eigenschaften der menschlichen Haut und des darunter liegenden Gewebes. Diese Veränderung bilden die Basis dieser Messmethode.

Pendra Studie 1

Ergebnisse der CE mark - Studie

In der Werbepublikation der Pendra fanden sich auch Ergebnisse der CE mark – Studie, die in den nächsten Sätzen ein wenig erläutert werden sollen. 15 Diabetiker/innen – wir meinen keine allzu große Zahl – testeten das Gerät klinisch. Ihre Blutzuckerwerte wurden systematisch von einem normoglykämischen Zustand in die Überzuckerung (90 – 250 mg/dl) überführt und dann wieder abgesenkt. Während der gesamten Zeit wurde der Blutzucker konstant durch einen Biostator und der Pendra überwacht. Letztere soll so einen Korrelationsfaktor von 0,958 erreicht haben, d.h. 95,8% der Messungen waren innerhalb der Toleranzgrenze – siehe erste Abbildung.

Pendra Studie 2

Im täglichen Bereich wurden die Patienten geschult und maßen ihren Blutzucker bis zu 10x am Tag, während die Pendra ebenfalls lief. Als Messgerät wird die Beschreibung „handelsüblich“ angegeben. Bei diesem Test geht man von einem Korrelationsfaktor von 0,923 aus. Die 0,03 zwischen den beiden Ergebnissen, wird wahrscheinlich durch die Abweichungen der Blutzuckermessgeräte kommen, sowie an den unterschiedlichen Blutzuckerbereichen liegen, wie in der zweiten Grafik ersichtlich ist.

Im Jahre 2005 kam dann eine erste unabhängige Studie zu dem Gerät raus. Das Ergebnis war so einfach, wie auch ernüchternd: Das Gerät funktioniert nicht. Weiterhin ist der Schweizer Hersteller Pendragon Konkurs gegangen.

Somit scheint dieser Forschungansatz wieder ad acta gelegt worden zu sein.