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Das OneTouch Verio IQ - der (II.) Test

Nur selten sind wir in der glücklichen Lage zwei Erfahrungsberichte über ein und dasselbe Hilfsmittel auf unserer Seite zu veröffentlichen. Beim One Touch Verio IQ ist es endlich mal wieder der Fall. Eine Kollegin von mir hatte das Gerät vollkommen unabhängig getestet und bietet im folgenden ihre Sicht auf das Blutzuckermessgerät. Daher müssen wir darauf hinweisen, dass Sie im folgenden Beitrag eine subjektive Meinung lesen, die vollkommen unabhängig von der Redaktion des Diabetes-Zentrale e.V. formuliert wurde.

Die Stechhilfe One Touch Comfort

Positiv empfand ich den robusten Aufbau der Stechhilfe, so dass sie auch einmal runterfallen kann, ohne kaputt zu gehen. Leider ist sie jedoch nicht mit anderen als den mitgelieferten Lanzetten bestückbar. In diesem Fall würde die Halterung zu weit auseinandergedrückt werden.

Die Packtasche für das Messgerät

Das Etui ist ähnlich gestaltet wie bei vielen anderen Messgeräten auch. Es fiel positiv auf, dass die Plastikhalterungen dem Gerät und der Teststreifenbox eine gute Stabilität geben. Darüber hinaus ist auch der Platz für Lanzetten, Traubenzucker oder anderen “Kleinkram” vollkommen ausreichend.

Messgerät One Touch Verio IQ

Bevor ich zu den negativen Eindrücken wechseln muss, möchte ich einige positive Punkte anmerken. Die Optik und die Größe des Gerätes empfinde ich als optimal. Die Bedienbarkeit war durchgehend intuitiv, inklusive der zwei Lademöglichkeiten für den eingebauten Akku im Gerät: Den Netzadapter und das USB Kabel am PC. Dadurch ist es aber auch notwendig, bei längeren Reisen immer das Ladekabel mitzuführen. Das Nachladen musste relativ häufig vorgenommen werden (schon nach dem 6. Tag im Einsatz) und benötigte dann auch relativ viel Zeit (Es ist mir nicht gelungen, die Schnellladefunktion auszuführen). Um ein wenig Strom zu sparen wäre es von Vorteil, wenn sich das Gerät nicht erst nach zwei Minuten von alleine abschaltet, sondern schon beispielsweise nach dreißig Sekunden.

Ein Grund für den hohen Stromverbrauch ist das große, klare und helle Display, das definitiv im Sinne des Anwenders ist. Die Beleuchtung auf der Seite des Teststreifeneinzugs ist vor allem für das unauffällige Testen unterwegs gut. Nach der kurzen Messzeit ist es möglich, die Messergebnisse zu markieren und so auf Trends aufmerksam gemacht zu werden. Dies ist auch für langjährige und routinierte Diabetiker wie mich gut, die stets glauben, immer alles zu überschauen.

Ich würde das Gerät jederzeit weiterempfehlen, aber aus meiner Sicht gibt es ein großes Manko! Während dieser Testzeit habeich natürlich so einige parallele Messungen mit anderen Geräten vorgenommen (drei verschiedene Modelle) und ich bin IMMER zu dem selben Ergebnis gekommen: Das Verio IQ zeigt immer zu hohe Messergebnisse an! Je höher der Wert, desto höher war die Abweichung! Meine geringste Abweichung, z.B. mit dem Contour von Bayer Ascensia betrug 1,2 mmol/L. Es ist also nicht geeignet für Leute, die zu Unterzuckerungen neigen.

Über die Datenauswertung am PC kann ich noch nichts sagen, denn ich habe mir die Software noch nicht runtergeladen.

Nordhausen, 12.11.2012

Quelle: 

Schriftlicher Testbericht (liegt der Redaktion vor)