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Wodurch unterscheiden sich verschiedene Insulinpumpenkatheter

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In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die besonderen Merkmale bei Kathetern und die Wahl des richtigen Katheters:

Einstich in die Haut:

schräg:
Katheter mit Nadel für den schrägen Einstich; je nach Dicke der Haut wird die Nadel mehr oder weniger schräg eingestochen (bspw. Disetronic Classic).

senkrecht:
Katheter mit unterschiedlich langen Nadeln (6-12mm) für die unterschiedliche Dicke des subkutanen Fettgewebe (bspw. Disetronic Rapid).

Länge des Schlauches: (zwischen Insulinampulle und Katheternadel)
Die zu wählende Länge des Katheterschlauches (zwischen 30 - 110 cm) hängt davon ab, wo der/die Diabetiker/in die Pumpe tragen will. Die Länge ist so zu wählen, dass der Katheter im alltäglichen Leben nicht stört.

Mein Tipp: Beachten Sie, dass es Situationen gibt, in denen ein kurzer Katheter hinderlich ist, auch wenn Sie im Alltag die Pumpe in der Nähe der Kanüle tragen und einen längeren Schlauch als hinderlich empfinden. Wenn Sie eine kleine Katheterlänge wählen, holen Sie sich lieber zusätzlich auch ein paar lange "Schläuche", Sie werden sie brauchen. Versprochen!

Material der Nadel:

Stahl:
Dünne Stahlnadeln, mit scharfem Anschliff und Oberflächenbeschichtung haben oft einen sehr unkomplizierten Einstich.

Meine Meinung: Als ich im Krankenhaus Stahlnadeln ausprobierte merkte ich, dass man sie ständig merkt. *g* Sie verursachen bei Sport meiner Meinung nach eher ein Unwohlgefühl als Teflonnadeln.

Kunststoff (Teflon):
Diese Nadeln werden besonders von Diabetikern benutzt, die Metallnadeln auf Dauer nicht vertragen (bspw. Nickelallergie). Um eine Kunststoffnadel einzuführen befindet sich in deren Inneren ein Führungsnadel, die nach dem Einstich herausgezogen wird (bspw. MiniMed Quick-Set).

Möglichkeit den Katheterschlauch abzukoppeln: Die Nadel verbleibt in der Haut.
Das Abkoppeln des Katheterschlauches ist nach heutiger Sicht ein unverzichtbarer Bonus im Alltag. Das kurzzeitige Trennen von Schlauch und Nadel, wobei die Nadel in der Haut verbleibt und mit einer Extrakappe geschützt wird, ermöglicht zum Beispiel ein problemlosen Gang in die Sauna oder Schwimmbad.

Katheterrondelle:

Selbstklebend:
Ein Katheter mit selbstklebendem Rondell muss nach dem Einstich nur an die Haut gepresst werden. Der Vorteil ist die einfachere Handhabung. Der Nachteil: Bei zu großer Zugkraft am Schlauch kann es zum unbemerkten teilweisen "Herausziehen" der Katheternadel kommen.

Nicht selbstklebend:
Die restlichen Katheter haben keine selbstklebenden Rondelle, wodurch das Überkleben mit einer Folie von Nöten ist.