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Insulinpumpen-Katheter

Diese Datei soll Aufschluss geben darüber, worauf Sie bei allen Insulinpumpen-Katheter besonders achten sollten.

Katheter (Übersicht)
Das Bild zeigt eine wertungsfreie Auswahl von verschiedenen Katheter.

Kanüle

Es ist bei den meisten Katheter möglich zwischen verschiedenen Kanülenlängen zu wählen, wobei die Entscheidung von der Hautdicke abhängt. Schlanke Menschen sollten höchstens die 8 mm Kanüle nehmen. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche.
Trotzdessen ist die 10 mm Kanüle die am meisten verwendete. Ein Katheter sollte nicht "pieksen". Wenn dies der Fall sein sollte sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

Mein Tipp: Wenn Sie während Ihrer ICT eine Penkanüle mit einer Länge von 6-8 mm genommen haben, gehen Sie bei der Pumpenkanüle lieber auf 5 mm runter. Beachten Sie, dass Sie bei einer Pumpe keine ständigen Bauchfalte haben und deshalb eine kleinere Kanüle brauchen.

Schlauch

Die Wahl der Schlauchlänge hängt von der Tragehaltung der Pumpe ab. In diesem Fall gilt: "Probieren geht über Studieren!". Wichtig ist, daß Sie den Schlauch nie um die Pumpe wickeln, weil er zu lang ist. Es kann passieren das er abgeknickt oder beschädigt wird. Dann ist eine Wahl mit kürzerer Schlauchlänge zu raten.

Mein Tipp: Ein längerer Schlauch hat zwar den Vorteil mehr Bewegungsfreiheit zu haben, ein kürzerer jedoch vermindert das Risiko irgendwo (bspw. Türgriffe) "hängen zubleiben", falls Sie die Pumpe in der Hosentasche tragen.

Reinigung

Die Einstichstelle sollte vor dem Einführen der Kanüle gründlich gereinigt werden. Viele Experten empfehlen, sie mit einem Spray oder einem Alkoholtupfer zu desinfizieren, um Entzündungen zu vermeiden. Die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit der Desinfektionsmittels ist einzuhalten. Das Mittel muss auf der Haut trocknen und darf nicht abgewischt werden. Selten wird zusätzlich die Verwendung von bakteriziden Salben empfohlen, wobei Sie diesbezüglich vor einer Anwendung lieber mit Ihrem Arzt sprechen sollten.

Einstichstelle

Die Platzierung des Katheters sollte nach den gleichen Kriterien, wie die E. des Pens verlaufen. Alle 2 bis 3 Tage muss sie aus hygenischen und medizinischen Gründen gewechselt werden: Zum einen kann es sonst zu Hautreizungen und Verhärtungen der Einstichstelle kommen und zum anderen - was viel wichtiger ist - treten Nadelverschlüsse nach einige Zeit (je nach Durchfluss) auf und die Depotfähigkeit des subkutanen Gewebes ist auch irgendwann erschöpft.

Infusions-Sets

  1. Bei Haftproblemen des Pflasters - verursacht durch vermehrtes Schwitzen - gehen Sie in folgender Weise vor : Sprühen Sie ein Antiperspirant nach dem Desinfizieren auf den Hautbereich, wo der Katheter getragen werden soll.
  2. Bei Erwärmung oder Rötung der Einstichstelle sollte umgehend das Infusionsset ausgewechselt und an einer anderen Stelle platziert werden. Sterilität ist das oberste Gebot beim Plazieren der Kanüle.
    Bei wiederholtem Auftreten von Infektionen sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine mögliche antibakterielle Vorbehandlung der Einstichstelle
  3. Sie beobachten allergische Reaktionen an der Einstichstelle? Versuchen Sie es mit der "Sandwich-Methode". Hierzu kleben Sie zuerst ein geeignetes Pflaster auf die Haut (desinfiziert) und stechen dann den Katheter durch das Pflaster. Danach fixieren Sie ihn mit einem weiteren Pflaster.
  4. Bei kleinen Kindern oder bei empfindlichen Hautstellen lassen sich Katheter oft nur "unsanft" lösen. Als Tipp bietet sich hier an, den Katheter nach dem warmen Duschen/Baden oder mit Babyöl zu lösen.

Aufbewahrung

Teflonkatheter sollten in kleiner Stückzahl! im Kühlschrank aufgehoben werden. Nein sie werden nicht schlecht! ;-) Der Grund ist der, dass Teflon im kalten Zustand starrer ist und somit auch besser - ohne "aufrollen" oder "knicken" - gesetzt werden kann. Tests haben ergeben, dass durch diese Methode eine deutlich regelmäßigere Insulinabgabe garantiert werden kann. Bedingung: Er muss während des Setzens noch kalt sein.

Quelle: 

Bild: DiaReal Katalog