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Echsenspeichel - des Rätsels Lösung?

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Ende 2003 stand in der Presse, dass im Speichel der amerikanischen Echse "Gila-Monster" eine Substanz entdeckt wurde, die Hoffnung gibt, Diabetes Typ-2 irgendwann
besser behandeln zu können. "Exendin-4" wurde das Eiweiß getauft, von dem man sich versprach nicht nur den Blutzucker zu senken und die Magenentleerung zu verzögern, sondern auch die Zahl der Insulin produzierenden Beta-Zellen zu erhöhen.

3 Jahre später erschien der folgende Artikel in der "American Journal of Health-System Pharmacy, Vol. 63 (2006), Issue 5, 411-418", welcher folgend zusammengefasst ist:

Exenatide, Stoffe, die das Insulin der amerikanischen Echse Gila Monster nachahmen, zeigten, dass sie die Insulinsekretion erhöhen, sowie durch einige andere Aktionen die Blutzuckererhöhung bei Typ-2-Diabetes verhindern können. Das Medikament wird als kombinierte Therapie mit Metformin oder einem Sulfanylharnstoffe oder beiden empfohlen. Der höchste medikamentöse Plasmawert erfolgte nach etwas über 2 Stunden nach der subkutanen Indizierung. Aufgrund von Tierversuchen kann man davon ausgehen, dass die Bioakzeptanz, sprich die Wahrscheinlichkeit mit dem das jetzige Präparat bei Menschen anschlägt, bei 65 - 75% liegt. In klinischen Tests hat das am Tag zweifach gegebene Medikament bewiesen, dass es den Wert des verzuckerten Hemoglobins (Blutbestandteil) senkt, wenn Metformin oder Sulfanylharnstoffe nicht mehr wirken. Die meisten aktuellen, wenn auch sehr seltenen, Nebenwirkungen sind: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Überspanntheit, Schwindel, Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen. Wechselwirkungen wurden folgend erkannt: Digoxin, Lovastatin, Lisinopril und Acetaminophen. Als Anfangsdosis wird empfohlen, das Medikament 2x am Tag, morgens und abends mit jeweils 5 µg zu indizieren.

Quelle: 

American Journal of Health-System Pharmacy, Vol. 63 (2006), Issue 5, 411-418.