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Müssen die Blutzuckerwerte in jedem Fall streng in den Normbereich bei Typ-2-Diabetes gesenkt werden?

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Vorweg: Für alte Menschen gelten die gleichen Blutzuckernormwerte wie für junge Menschen. Die Frage ist nur, in wiefern man sie durch eine Therapie erreicht: Diese Frage richtet sich vor allem an ältere Typ-2-Diabetiker/innen. Während es junge Typ-1er oder Typ-2er leicht haben, ihre Therapie zu verbessern sollte bei älteren Menschen die individuelle Machbarkeit einer Therapie im Vordergrund stehen. Hierbei ist zu beachten, wie sehr der alte Mensch körperlich oder geistig in der Lage ist, sich Insulin zu spritzen oder die Dosis dem Bedarf anzupassen. Weiterhin ist es von Bedeutung, ob Folgeschäden, wie eine Nephropathie, welche Wechselwirkungen auf einige oralen Antidiabetika hat, vorliegt. So muss der Mittelweg zwischen einer ordentlichen Diabetestherapie, welche weitere Schäden zumindest aufhalten kann, und eine humane Zielsetzung welche sich an den Möglichkeiten des Menschen orientiert, gefunden werden. Zu guter letzt kommt der Faktor hinzu, dass einige Menschen im Alter die Warnzeichen einer Unterzuckerung falsch oder gar nicht deuten können. Zusammenfassend ist es somit wichtiger als bei jungen Menschen die individuelle Situation in den Zielwerten der Therapie mit einzubeziehen.

Quelle: 

Diabetiker Ratgeber 5/2006, S. 14-16.