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Intensivierte konventionelle Therapie (kurz : ICT)

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Generell ist zu sagen, dass die ICT aus der CT hervorging und den menschlichen, nicht diabetischen Bedingungen besser gerecht wird. Die ICT besteht aus einer Basalrate, die entweder 1x (meist mit Lantus©-Insulin) oder 2-3x (mit NPH-Basalinsulin) am Tag gegeben wird und einem Kurzinsulin - entweder ein Insulin-Analoga (z. B. Humalog oder Novo Rapid) oder ein Normalinsulin, welches vor jeder Mahlzeit injiziert wird. Das Kurz- oder auch Bolusinsulin wird spontan aus der BE-Menge des Essens und einem individuellen, tageszeitabhängigen Faktor berechnet. Das Basalinsulin hingegen deckt den nahrungsunabhängigen Insulinbedarf.

Der Vorteil:

  • Individuelle und spontane Lebensweise ist durchaus möglich : Mehr Lebensqualität als bei der CT
  • Gute Regulierung des Blutzuckers

Der Nachteil:

  • Mehrfaches Spritzen : Bei vielen Nebenmahlzeiten und einem Insulin-Analoga als Kurzzeitinsulin bis zu 8 Injektionen am Tag.
  • Die Basalrate ist nicht 100%ig dem menschlichen Metabolismus angepasst. Bei Fehleinstellung -dosierung kann es zu vor allem nächtlichen Unterzuckerungen und morgendlichen zu hohen BZ Werten (Dawn-Phänomen) kommen.

Fazit:

Die ICT ist unserer Meinung nach häufig die bessere Spritz-Therapie um den Typ-1-Diabetes zu behandeln. Da viele Typ-1-ler noch jünger sind, sollte die selbstständige Injektion von einer am Essen angepassten Insulindosis keine Probleme machen. Die durch die ICT mit Insulinanaloga (u.a. Humalog oder Novo Rapid) erreichte Lebensqualität kommt dem Nichtdiabetiker schon sehr nahe. Eine spezialisierte Form der ICT ist die Pumpentherapie CSII. Mehr dazu lesen Sie im Lexikon im Download-Bereich.