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Aufräumen mit den Wundermittel

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Als ich Diabeteslinks aus Indien bearbeitete, fiel mir die Vielzähligkeit auf, wenn es darum geht Wundermittel für die bessere Diabetesbehandlung zu preisen. Aber einiges ist nicht nur in Indien beliebt, sondern auch hier Volksglaube.

Hauptsächlich geht es um das alte Problem: Diät.
Oft ist es für Typ-2 Diabetiker möglich eine bessere Einstellung - bessere Insulinannahme des Körpers - zu erreichen, wenn Sie eine Diät durchführen und somit Ihr Übergewicht verringern.

Teeist ein Getränk mit uralter Geschichte. Natürlich ist er gesund für den Körper. Den Blutzucker senken, wie einige meinen, tut er aber nicht.

Nun wollen wir weiter aufräumen, mit dem Aberglaube.*g*.

Bei den Pflanzen: Ginseng, Zwiebeln, Aloe vera und Kakaosamen ist es genauso unmöglich eine blutzuckersenkende Wirkung nachzuweisen wie auch bei Blütenpollen, Hefe und Teufelskralle. Die letzten Drei haben eine hilfreiche Wirkung bei anderen Erkrankungen, nur nicht bei Diabetes.

Ob sie zum Hungerstillen so gut geeignet sind wie kalorienarme bezw. kalorienfreie Nahrungsmittel, ist zu bezweifeln. Die kalorienarmen und -freien Nahrungsmittel haben ebenfalls keinen direkten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, sind aber an sich sehr gesund und empfehlenswert auf jedem Speiseplan.

So genannte Appetitvernichter - zum Beispiel: Sauerkrautsaft, Eierschalen oder rohe! Nacktschnecken - haben nur indirekt Einfluss auf Ihren Diabetes. Schon bei der Vorstellung so etwas zu essen verringert sich der Appetit bei den Meisten. Hartgesottene dürfen es ruhig ein paar Mal auch wirklich essen und schon haben auch sie keinen Hunger mehr. Durch den Fakt der geringeren Nahrungsaufnahme stellt sich vor allem bei Typ-2-Diabetes ein positiver Effekt ein. Aber ob Sie sich so etwas wirklich antun wollen, bleibt Ihnen überlassen.

Als letzte "unwirksame Substanz" muß ich leider noch Akupunktur nennen. Bei vielen Krankheiten hat sie Ihre Berechtigung, das ist medizinisch erforscht. Leider zählt Diabetes nicht dazu.

Quelle: 

Dieser Text wurde inhaltlich an Diabetiker Ratgeber 11/2001 angelehnt. Es ist keine Wiederverwendung des dort veröffentlichten Textes.