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Alternative Medizin und Diabetes

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Die alternative Medizin ist ein umstrittenes Thema. Während die Ärzte in der Vergangenheit diese Mittel verteufelten, haben sich heutzutage schon viele dem geöffnet. Doch wie definiert sich "alternative" Medizin. Eigentlich gibt es nur eine Möglichkeit der Definition: Sie umfasst alle Konzepte und Mittel, die nicht in den Kanon, dem Schulbuch der Schulmedizin aufgenommen wurden.Die Grenzen sind somit nicht mehr ganz klar. Zunehmend werden Konzepte und Ideen in die Schulmedizin übernommen. Doch ein Teil der "alternativen" Medizin, vor allem aus dem esoterischen Bereich, liegt dichter an der religiösen Thematik als an den Methoden der Medizin. Diabetiker nutzen diese Möglichkeiten in Australien genauso häufig wie Nichtdiabetiker (Ryan et al., Australien). In den USA hingegen wurde eine 1,6 fach höhere Verwendung rausgefunden (Egede et al., USA) Die größten Indikationen waren dort höhere Schulausbildung und das Alter. Während bei der genaueren Betrachtung die Homöopathie den ersten Platz einnahm, kamen an zweiter Stelle die "spirituellen" Methoden (bspw. Meditation, Geistheilung, Beten...) Positiv ist hierbei zu erwähnen, dass etwas mehr als die Hälfte diese Schritte vorher mit dem Arzt besprechen und dieser ihnen manchmal sogar zur Homöopathie bspw. rät.

Die blutzuckersenkende Wirkung einige dieser Mittel wurde schon oft untersucht. Oft gilt jedoch die Beschränkung auf Typ-2-Diabetes. Bei dem ehemaligen Jugenddiabetes hat man jedoch Methoden zur Behandlung der diabetischen Neuropathie positiv untersucht (bspw. Akupunktur). Auch Entspannungsübungen können zur Verbesserung der Lebensqualität und somit des Stoffwechsels beitragen. Eine "Alternative" zum Insulin gibt es jedoch nicht! Typ-1-Diabetes ist im Gegensatz zu Typ-2-Diabetes ein Insulinmangeldiabetes. Das heißt die Behandlung mit Insulin ist alternativlos.

Quelle: 

tw. inhaltliche Quelle und Idee: T.M. Kapellen u.a , MedWelt, 5/2006, S.205 - 209