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Mit Schwangerschaftsdiabetes ist nicht zu scherzen

Als meine Schwester vor einem Jahr schwanger war, stellte der behandelnde Frauenarzt selbstverständlich auch die Frage nach chronischen Krankheiten in der Familie, die er beachten muss. Darunter zählte auch mein Diabetes Typ 1.

Also wurde meine Schwester gebeten, den Oralen Glukosetoleranztest zu machen, um einen Schwangerschaftsdiabetes zu entdecken. Bis hierhin war alles in Ordnung, als die Werte dann aber nicht dem Normbereich entsprachen, fing der Ärger an. Der Arzt wirkte sehr (/zu) entspannt und sah nicht ein, weshalb meine Schwester ab und zu ihren Blutzucker postpranial und nüchtern messen wollte. Stattdessen empfahl er einen Urin-Zuckertest, der zum einen sehr ungenau und zum anderen ungeeignet ist, den Blutzuckerwert möglichst im Normbereich zu halten. Der VDBD empfiehlt bei einem diagnostizierten Schwangerschaft 7 Messungen pro Tag, um Entgleisungen und Unterzuckerungen (bei einer Insulintherapie) zu verhindern. Zum Glück konnte ich sie beraten und organisierte ihr auch ein eigenes Blutzuckermessgerät mit Teststreifen. Die Schwangerschaft verlief ohne Komplikationen und die Werte normalisierten sich nach einer Essensumstellung auch wieder. Mein Neffe und seine Mutter sind wohlauf. :)

SchwangerschaftsdiabetesWenngleich es schon viele Publikationen in diesem Bereich gibt, möchten wir eine Pressemitteilung zum Anlass nehmen, nochmal auf die Dringlichkeit und nötige Sensibilität gegenüber dem dritthäufigsten Diabetes aufmerksam zu machen. Vier Prozent aller werdenden Mütter entwickeln einen Gestationsdiabetes - so der Fachbegriff für Schwangerschaftsdiabetes. Leider folgt bei der Hälfte aller Frauen im Zeitfenster von acht Jahren ein Typ-2-Diabetes, wie neue Studien ein weiteres Mal belegen. Die Frage, ob das Kind gestillt wird, sollte ebenfalls gut überlegt sein, denn die Frauen, die zumindest zeitweise stillen reduzieren, so die Studie, ihr Risiko Typ-2-Diabetes zu entwickeln um 40%1.

Vor allem die hohen Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft sind hier ein Risikofaktor, den man reduzieren kann.

Weitere Seiten auf Diabetes-Index zum Thema finden Sie hier:

http://diabetes-index.de/diabetes/typen/gestationsdiabetes-oder-auch-sch...

http://diabetes-index.de/alltag/kinderjugendliche/muetterlicher-diabetes...

http://diabetes-index.de/alltag/ernaehrung/ernaehrungsempfehlungen-bei-d...

1Ziegler, A.-G. et al. (2012): Long-Term Protective Effect of Lactation on the Development of Type 2 Diabetes in Women With Recent Gestational Diabetes Mellitus, Diabetes DOI: 10.2337/db12-0393. (Zitiert aus der PM)

Quelle: 

Teilweise Quelle: Pressemitteilung der Firma Bayer Vital GmbH (02.09.2014)

Bildquelle: 

Fotosheet der PM der Firma Bayer Vital GmbH (02.09.2014)