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Der Bio-Reaktor als Therapiemöglichkeit?!?

Neben der konventionellen Art und Weise, den Typ-1-Diabetes zu behandeln - gemeint sind hier die unterschiedlichen Möglichkeiten, dem Körper das notwendige Basal- und Bolusinsulin zuzuführen - wurde schon vor Jahrzehnten diskutiert, ob der Diabetes durch eine Art Transplantation “heilbar” sei.

Pankreas- bzw. Inselzelltransplantationen haben den Nachteil, dass der Patient eine Menge Immunsuppressiva verabreicht bekommt, um das Spendeorgan vor dem eigenen Immunsystem zu schützen. Die massiven Nebenwirkungen dieser Medikamente möchte man jedoch nur im Notfall riskieren, so dass diese Therapieart nur selten durchgeführt wird. Prof. Bornstein vom Paul Langhans Institut der Universitätsklinik Dresden sieht in dem in Israel entwickelten Bio-Reaktor eine Lösung des Problems. Dabei werden die Zellen vor der Reaktion des Körpers geschützt und in eine Art Dose verfrachtet. Von dort geben die Zellen dann durch eine halbdurchlässige Membran das Insulin in den Körper ab.

Wie die Kammer ansich vor dem Immunsystem geschützt werden soll und wie der komplexe Insulinbedarf eines Nichtdiabetikers simuliert werden soll, konnten wir leider nicht rausfinden. Dafür wurde das Verfahren bisher erst im Tiermodell getestet. Darüber hinaus haben die Forscher an Elbe noch eine Reihe von anderen Fragen, die beantwortet werden müssen, bevor es als humanmedizinisches Verfahren getestet werden kann.

Weitere Informationen finden Sie auch unter http://www.uniklinikum-dresden.de/thema-des-monats-archiv/von-der-zelltr...

Quelle: 

Presseinformationen der DDG 2013