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Angst und Diabetes

Es gibt noch ein weiteres Feld, aus dem psychosoziale Belastungen entstehen können: Angst vor Stoffwechselentgleisungen - sei es nun nach unten oder oben -, Angst vor Folgeschäden, wie Retinopathie, Nephropathie, Neuropathie u.s.w.

Angst (Schema)

Aus der Angst vor Unterzuckerungen, kann es passieren, dass der Patient unbegründet die Symptome, wie Schweißausbruch, Schwindel oder Herzrasen spürt und es so zu einer vermeidlich falschen Aussage seines momentanen Blutzuckerwertes kommt. Die Folge ist ein ständiges Messen. Diese Beschwerden können sich aus einer ausgeprägten Angststörung entwickeln. Das Ziel einer Therapie stellt in solchen Fällen eine gefühlsmäßige Unterscheidung zwischen Angstgefühlen und Blutzuckerschwankungen dar.

Auf der linken Grafik kann man gut erkennen, wo die Unterschiede zwischen Angst und Akzeptanz sind. Während in der oberen Grafik das "Ich" nur mit dem Diabetes "korrespondiert" und nur gefilterte Informationen das Leben beeinflussen, nimmt in der unteren Grafik der Diabetes die Hauptfunktion ein. Dort wird nicht überlegt, welche Verhaltensrichtlinien des Diabetes das Leben beeinflussen sollen, sondern er greift direkt über auf das kognitive Ich und das Leben. Die Verbindung zwischen dem kognitiven Ich und dem Leben ist in diesen Fällen oft gestört.