Skip to main content

Aller Anfang ist schwer: Was ist Diabetes?

Sie sind gerade vom Arzt gekommen und haben erfahren, dass Sie nun DiabetikerIn sind? Sie haben nun nach einer endlos erscheinenden Zeit der Müdigkeit, des Durstes u.s.w. endlich Gewissheit. Oder ein Freund hat Diabetes bekommen und Sie wollen sich aus Gründen der Freundschaft an das Thema herantasten. Oder Sie haben einen Vortrag in der Schule, der Universität oder ähnlichem, der diese Stoffwechselkrankheit thematisieren soll.

Wie dem auch sei: Diabetes mellitus ist heutzutage kein Todesurteil! Auch wenn es nicht heilbar geworden ist, so hat die moderne Forschung es geschafft, es möglich zu machen, ein fast normales Leben zu führen. Doch was ist Diabetes? Diese Frage kann man nicht einfach beantworten. In einem Versuch könnte man es folgendermaßen ausdrücken: Bei einem Diabetiker ist der wichtigste Stoffwechselmechanismus, die "Verbrennung" von Zucker in den Zellen gestört. Als Resultat muss man dem Schlüssel für diesen "Verbrennungsofen" dem Insulin nachhelfen. Dies kann mit Diät, Tabletten oder Fremdinsulin (Typ-2-Diabetes) oder nur mit Fremdinsulin (Typ-1-Diabetes) geschehen. Mit diesen Medikamenten muss der Diabetiker nun sein ganzes Leben den Blutzucker annähernd im grünen Bereich, 4,5 mmol/l - 6 mmol/l (80 - 100 mg/dl), halten, damit er ein Leben wie ein Nichtdiabetiker führen kann. Fast wie ein Pendel. Das Problem ist bloß, Diabetes tut augenscheinlich nicht weh. Es sind eher die Folgeerkrankungen, die diese Krankheit so gefährlich machen. Somit ist der Diabetiker nun gezwungen, aus eigenem Antrieb heraus sich gesund zu ernähren und zu leben. Ernährung, der zweite wichtige Faktor beim Diabetes. Während es beim Typ-1-Diabetes "nur" darauf ankommt zu wissen, wieviel Kohlenhydrate man isst, sollte der Typ-2-Diabetes schon Diät halten. Doch auch hierfür gibt es nach Jahrzehnte langen Forschungen Hilfsmittel. Die wichtigste ist für alle Diabetesformen die BE-Tabelle, mit der der Diabetiker jede Nahrung in eine Maßeinheit, der BE oder KHE umrechnen kann. Dies ermöglicht ein Austausch und somit eine fast freie Entfaltungsmöglichkeit beim Kochen.

Es gibt in Deutschland mehr als genug Diabetiker. Somit kann Ihnen auch klar werden, dass es viele Hilfestellungen gibt.

Also: Diabetiker/in sind kein Invalide geworden. Sehen Sie es von der positiven Seite: Sie sind nun gezwungen, gesund zu leben. Dieser Zwang kann auch ein Luxus sein, den sich viele "Gesunde" nicht leisten können oder wollen. So dass Diabetiker manchmal durchaus älter werden, als ihre stoffwechselgesunden Nachbarn. Auf dieser Seite finden Sie viele weitere Informationen. Selbstverständlich stehen wir Ihnen gerne für persönliche Fragen zur Verfügung.