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Laufen, ausnahmsweise auf Leistung

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Eine Freundin, mit der ich manchmal laufen gehe, hatte mir vom 1. Leipziger Nachtlauf erzählt, 10km, drei Runden durch die Innenstadt. Das klang doch sehr gut! Also meldete ich mich an und nahm mir vor, dafür dann auch mal zu trainieren und schon im Vorfeld mal auf Zeit zu laufen. 55 Minuten hatte ich als meine geplante Zielzeit angegeben.
Letztendlich war ich vor dem Lauf dann doch kein einziges Mal mehr die Distanz auf Zeit gelaufen, blieb aber optimistisch.
Trtzdem machte sich eine gewisse Nervosität in mir breit, als wir dann im Zug nach Leipzig saßen. Ich schaufelte mich also voll mit Bananen und Müsliriegeln, um auf einen Vor-Start-BZ von 110 mg/dL zu kommen. Als sich die Läufer zum Start aufstellten, aß ich noch vier Dextros und um 21:25Uhr fiel dann der Startschuss: Ich startete irgendwo im vorderen Mittelfeld der 750 Läufer und Läuferinnen und ließ mich zuerst leider von den wirklich schnellen Läufern etwas zu stark mitziehen, stoppte mich dann aber nach der ersten Runde (3,3km in <16min) etwas und lief nun eher mein Tempo.
Blöderweise war ich gar nicht mehr daran gewöhnt, auf Asphalt zu laufen und so meldeten sich schon zu Beginn der zweiten Runde meine Fußsohlen; ich hatte das Gefühl, mehr oder weniger direkt auf meinen Fußknochen zu laufen, sodass ich, als ich in der dritten Runde etwas trank, einige Meter nur ging. (Diese Pause ärgerte mich etwas, da ich ja eigentlich auf Zeit lief, war aber halt nötig.)
Trotzdem kam ich nach 52:52 (Netto: 52:26) Minuten in's Ziel, womit ich wirklich zufrieden war. Damit war ich 51. gesamt und 1. in meiner Altersklasse. (Das überraschte mich dann doch etwas!)
Der Blutzucker war hinterher bei 120 mg/dL. Traubenzucker hatte ich nicht weiter benötigt, aber die ganze Zeit in der Hand gehabt, worüber sich -in jedem Fall hatte ich das Gefühl- andere Läufer, die mich überholten, amüsierten.

Abschließend fand ich es wirklich schwierig, mein eigenes Tempo zu finden, und bin davon überzeugt, dass ich, wenn ich meine Geschwindigkeit "unbeeinflusst" gelaufen wäre (und nicht zwischendurch ein Stück gegangen), durchaus die Strecke in 50:xx Minuten hätte bewältigen können. Nichtsdestotrotz war es in jedem Fall ein tolles Erlebnis!

Autor: 
Caroline