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Reisetipp: Jamaika

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Deutsche Staatsangehörige können für touristische Zwecke mit einem Reisepass, der mindestens noch 6 Monate gültig ist, nach Jamaika einreisen. Bei der Einreise werden eventuell auch der Besitz ausreichender finanzieller Mittel sowie eines Rückflugtickets überprüft. Da die Einreisebestimmungen stetigen Veränderungen unterliegen, sollte man im Voraus das Konsulat wegen der aktuellen Bestimmungen kontaktieren.

Wegen der hohen Kriminalitätsrate, insbesondere in Kingston, aber auch in anderen Touristenbezirken, ist besondere Vorsicht geboten. Um Raubüberfällen und Gewaltverbrechen vorzubeugen, sollte man sich im Dunkeln nicht allein außerhalb der Hotelanlagen bewegen und große Menschenansammlungen meiden. Außerdem kann das Tragen von auffälligem teuren Schmuck oder technischen Geräten wie Kameras die Aufmerksamkeit von Dieben auf sich ziehen. Von allen wichtigen Dokumenten (Pass, Ticket, Visum, Reiseschecks) sollten Kopien mitgeführt werden, die getrennt von den Originalen aufbewahrt werden. Es empfiehlt sich eine weitere Kopie bei einer Vertrauensperson im Heimatland zu hinterlegen.
Die üblichen Verkehrsmittel stellen Busse und Taxis dar. Man sollte jedoch auf die autorisierten Minibusse und Taxis zurückgreifen. Diese erkennt man am rot-weißen PP-Kennzeichen und einem blauen JTB (Jamaica Tourist Board) –Sticker bzw. einem hellgrünen Sticker der Jamaican United Travellers’ Association. Man kann sie vom Hotelpersonal oder vom uniformierten Flughafenpersonal rufen lassen.
Im Unterschied zu manchen Erwartungen ist Jamaikas Rechtssprechung vergleichsweise hart und verhängt häufig Gefängnisstrafen. Sowohl Drogenbesitz als auch homosexuelle Handlungen gelten als Straftat, unanständige Sprache sowie nackte Haut an nicht dafür ausgewiesenen Plätzen zumindest als öffentliches Ärgernis. Daher sollte man sich um angemessenes Verhalten bemühen.
Die medizinische Versorgung in der Hauptstadt Kingston und in den meisten Touristengebieten ist gut, in abgelegenen Gebieten ist sie jedoch meist nicht ausreichend gesichert. Die Qualität der 16 öffentlichen und 6 privaten Krankenhäusern variiert stark. Die medizinischen Notfalldienste befinden sich in Kingston und Montego Bay. Größere Hotels bieten jedoch meist einen Arzt- bzw. Zahnarztservice auf 24-Stunden-Abruf. Die Notrufnummern in Jamaika sind 119 für die Polizei und 110 für den Krankenwagen.

Vor der Reise sollte unbedingt eine gesonderte Reisekrankenversicherung abgeschlossen werden, die die meist hohen Behandlungskosten und im Notfall einen Rücktransport deckt. Trotzdem muss man sich im Krankheitsfall auf Kosten vorbereiten, denn generell wird Barzahlung im Voraus verlangt oder zumindest eine Kaution über Kreditkarte. Für die Rückerstattung durch die Krankenkasse ist dann die Vorlage einer detaillierten Arztrechnung notwendig.

Vor der Reise sollte man seinen Hausarzt und eine tropenmedizinische Beratungsstelle konsultieren. Im Allgemeinen reicht die Auffrischung des Standardimpfschutzes. Gegen Malaria wird keine medikamentöse Vorsorge empfohlen, jedoch sollten Schutzmaßnahmen gegen Insektenstiche getroffen werden (lange Kleidung, Insektenspray), da durch diese auch das Denguefieber übertragen werden kann. Weitere Krankheiten können durch Vorsicht bei Lebensmitteln (kein rohes Fleisch, keine Milchprodukte) und Trinkwasser (abgekochtes oder Mineralwasser) vermieden werden.
Menschen die, wie Diabetiker, regelmäßig Medikamente benötigen, sollten diese in ausreichender Menge mitbringen. Sie sollten in der Originalverpackung im Handgepäck mitgeführt werden. Bei flüssigen Mitteln müssen die Sicherheitsbestimmungen für den Flugverkehr berücksichtigt werden. Da bei der Einreise in Jamaika eine strikte Zollkontrolle erfolgt, sollte man sich im Voraus über die Bestimmungen zur Einfuhr spezifischer Medikamente informieren. Zur Sicherheit kann man sich vom Hausarzt einen Bescheid über die verschriebene Medikation ausstellen lassen.

Für spezielle Informationen bezüglich Diabetes kann man sich an die Jamaikanische Diabetesvereinigung wenden:
Diabetes Association of Jamaica
http://www.diabetesjamaica.com
Headquarters: 1 Downer Avenue; Kingston 5
Tel.: (001876) 927-6774
Email: diabetesja@kasnet.com

Autor: 
Yvonne Balzer