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Diabetes und die Pubertät

In Weiterführung des Artikels "Kind sein mit Diabetes" möchten wir heute das Kapitel der Pubertät im Verhältnis zum Diabetes näher erläutern. Das Erwachsen werden ist schon ohne Diabetes manchmal kompliziert.Noch komplizierter wird es mit Diabetes: Neben den Hormonschwankungen, den Veränderungen in dem Wertegefühl, der neuen Art der "Freundschaft": die erste Beziehung verändert sich auch der Diabetes sehr unkontrolliert.

Die vermehrte Ausschüttung von Sexualhormonen sorgt nicht nur für die geschlechtliche Entwicklung, sondern auch für eine verminderte Wirksamkeit des Insulins. Aufgrund der Unvorhersehbarkeit und des schwankenden Hormonspiegels hat dieser Prozess instabile Blutzuckerwerte zur Folge, die in der Regel aber zu hoch sind. Zusätzlich kommen Wachstumshormone hinzu, die den Insulinbedarf weiterhin steigen lassen.

Ein weiteres "Problem" stellt das "Hinterfragen" dar. Zum ersten Mal im Leben betrachten sich Jugendliche nicht nur, sondern schauen, wie sie auf Ihre Umgebung, besonders auf das andere Geschlecht wirken. Zusätzlich werden durch die Medien Modegeschmack, Figurbewusstsein und sportliche Betätigung multipliziert. Hier entstehen schnell Selbstzweifel, ob der/die Jugendliche da mithalten kann. Auch die Zukunftsplanung, was in dem Alter der Pubertät beginnen sollte hat oft die Auswirkung, dass dem/der Jugendlichen bewusst wird, ein Leben lang Diabetes zu haben. In dieser wechselhaften Phase kann dies durchaus ein Problem darstellen.

Hilfe zur Selbsthilfe von Seiten der Eltern

  1. Geben Sie Ihrem Kind Informationen: Nur so werden Gerüchte frühzeitig entkräftet. Ein Musterbeispiel eines Gerüchtes ist die unabdingbare Impotenz des Diabetikers. Bevor dieses Gerücht an Ihr Kind gerät und möglicherweise für Depressionen sorgt, geben Sie ihm/ihr stichhaltige Informationen, wie zum Beispiel auf dieser Homepage.
  2. Versuchen Sie Ihrem Kind Sorgen abzunehmen, oft schon allein, indem Sie zuhören. So simpel das klingt, es fällt manchmal schwer die Relevanz von Liebeskummer oder Streit in der Clique als Elternteil ernst zu nehmen, doch dies sind die größten Probleme, mit denen sich Ihr Kind "rumprügelt".
  3. Selbstverständlich kann Ihr Kind den Diabetes schon selber managen, doch wenn eine Reihe von schlechten Werten kommen, neigen Sie trotzdem dazu Kritik zu äußern? Überlegen Sie sich dies gut, da ständige Kritik verletzen kann. Stattdessen bieten Sie lieber Ihre Hilfe an, oder beschränken Sie die Kritik auf konstruktive Ratschläge.
  4. Machen Sie alles mit! Ihr Sohn/Ihre Tochter will einen neuen Freizeitsport ausprobieren, oder mit Freunden aufs Land fahren? Versuchen Sie sich in Eltern zu versetzen, die kein diabetisches Kind haben. Sprich, schieben Sie auf keinen Fall den Diabetes als Beweggrund vor, dem Kind einen neuen Impuls zu verweigern.