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Fine Star 2009

ImageDer FineStar von Bayer Diabetes Care, benannt nach einer Giraffe im Kölner Zoo, wurde letztes Jahr zum ersten Mal vergeben und sorgte nicht nur auf dem Kirchheim Forum in Wiesbaden für Aufsehen. Das Ziel ist es, Initiativen – sei es in öffentlicher oder privater Hand - zu unterstützen, die helfen, dass junge Typ-1-Diabetiker/innen selbstbewusst und vor allem selbstsicher mit der Krankheit umgehen lernen. Da diese jungen Diabetiker/innen dazu viel Kraft brauchen, stand die Veranstaltung unter dem Motto: Fine macht stark.

ImageDieses Jahr waren wir mit dabei, als der größte deutsche Blutzuckermessgerätehersteller die neuen Bewerbungen vorstellte und den ersten drei Plätzen ein Preisgeld im Gesamtwert von 17.500 € übergab. Thomas Danne, Kinderarzt im KKH auf der Bult und diesjähriger Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft moderierte das Symposium am Rande des Kirchheim Forums, denn den Rahmen für die Preisverleihung bildeten wieder wenige Vorträge. Aufgrund der wenigen Zeit waren nur kurze, aber intensive Einblicke in die Materie möglich.

Den Anfang machte Herr Dr. Füchtenbusch über die Besonderheiten des Gestationsdiabetes für Mutter und Kind. Einige seiner vorgestellten Ergebnisse flossen in die entsprechenden Artikel auf DiabetesIndex ein.
Im folgenden Kurzvortrag stellte Jörn Oldigs, Leiter von Bayer Diabetes Care und Fine Star-Jurymitglied die Geschichte der Blutzuckermessgeräte in den letzten 40 Jahren vor. Selbstverständlich wurden dabei die Glucometer- und Contour-Geräte in das entsprechende Licht gerückt. Trotzdem war die Präsentation, die mit dem neuen Contour USB endete, recht interessant. Sie war auch mehr als Überleitung zur Fine Preisverleihung zu sehen.

ImageDie ersten drei Plätze von 42 sich bewerbenden Projekten erhielten zusammen ein Preisgeld von 17.500 €. Doch bevor es losgehen konnte stellte sich, wie bei anderen Preisen ebenfalls üblich, die Gewinnerin des letzten Jahren, Dr. Simone von Sengbusch, vor. Sie hatte eine ganz eigene Definition von dem aktuellen Motto „Fine macht stark“, denn in Ihrer Funktion als Leiterin der „Mobilen Diabetesschulung Schleswig-Holstein“ versuchte sie zu begründen, was Kinder mit Typ-1-Diabetes stark macht und an welchen Stellen hier die öffentlichen Institutionen unterstützend eingreifen können und müssen. So liefert die Ärztin und ihr Team ein großes Spektrum an Beratung und Hilfe, um die medizinischen und psychosozialen Belastungen der Jugendlichen auf ein Minimum zu reduzieren.

Dieses Jahr gewann die Rehabilitationseinrichtung des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands „CJD Berchtesgaden“ und ihr Betreuungskonzept „Keiner soll verloren gehen“, das selbstverständlich mit einem kurzen Film vorgestellt wurde. Vor allem die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten, Sportwissenschaftlern, Krankenschwestern, Pädagogen und Psychologen beeindruckte an diesem Vorhaben. So werden positive Erlebnisse, wie eine Bergwandertour zum Watzmann ermöglicht, die den Kindern und Jugendlichen zeigen soll, dass alles erreichbar ist, sofern man sich nur gut vorbereitet und das Vorhaben zu Ende führt. Die Bühne wurde sichtlich eng, als eine Delegation den Preis entgegen nahm.

ImageDen zweiten Platz erhielt das befreundete Projekt „Diabetes-Kids“, dass allen Lesern bekannt sein sollte: Der wirklich zu Tränen gerührte Michael Bertsch – auch das Publikum und der Moderator Dr. Danne waren tief ergriffen – und seine Tochter Carolin sammeln seit neun Jahren Informationen zusammen, organisieren den bekannten jährlichen Erfahrungsaustausch am Edersee und halfen „in der restlichen Zeit des Jahres“ durch seine Community unzähligen Eltern und Jugendlichen, die mit der Stoffwechselerkrankung in Kontakt gekommen sind.

Der dritte Preis ist ebenfalls an „Stärke“ und „Innovation“ kaum zu übertreffen. Das Team der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich fragte sich, wie sie die manchmal anstrengend erscheinende Diabetesschulung für Kinder mit einem aufregenden Erlebnis verbinden kann, damit die wie Hunderte vorkommenden Regeln besser und positiver in Erinnerung bleiben. In Zusammenarbeit mit dem Kinderzirkus Tausendtraum organisierten sie eine Schulungswoche der besonderen Art. Den Eltern wurden keine Details verraten und erst nachdem jedes Kind im Scheinwerfer der Manege stand, erfuhren die Eltern, welche Kunststücke die Kinder jeden Tag nach drei Stunden Diabetesschulung im Zirkustraining geübt hatten. Diese Kombination gab den Kindern schon zwei Mal mit Hilfe von speziell ausgebildeten Artistenlehrern die Kraft an ihren eigenen Fähigkeiten zu glauben und besser mit der Diagnose Diabetes mellitus Typ-1 umzugehen.

Insgesamt zählt der FineStar sicher zu wichtigsten Preisen bei der Beurteilung privater und öffentlicher Projekte, denn auch die anderen 39 Initiativen waren sicher lobenswert. So konnte der Herr Oldigs nicht anders als sein Möglichstes zu versprechen, dass es auch einen FineStar 2010 geben wird.

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