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Camp D 2011 - Ein unvergessliches Ereignis für uns alle

Vom 07. Juli bis zum 10. Juli 2011 fand nach 2006 und 2008 nun zum dritten Mal das Camp D von Novo Nordisk statt. Dieses Mal wurde es zusammen mit Bayer Vital in Zusammenarbeit mit Medtronic und diabetesDE ausgerichtet. Es nahmen 520 Diabetiker teil, denen 179 Betreuer zugeordnet waren, die entweder selber Diabetiker waren, Diabetologe oder Krankenschwester/Diabetes Berater waren oder einer der ausrichtenden Firma angehörten.

Tag 1, Donnerstag, 7. Juli
Tag 2, Freitag 8. Juli
Tag 3, Samstag, 9. Juli
Tag 4, Sonntag, 10. Juli
Updates und aktuelle Entwicklungen

Diabetes-Teens.net stellt traditionell die größte Gruppe an Teilnehmern. Wie immer in einer kleinen Zeltgruppe, deren Zeltbelegung in einem geschlossenen Forum besprochen wurde. Die meisten kennen sich untereinander gut und haben auch zwischen den Camps regen Kontakt, aber es kommen auch jedes Mal neue dazu, die in der Zwischenzeit im Forum aktiv geworden sind und in die homogene Gruppe integriert werden.

Donnerstag, Tag 1 - oder der 07. Juli

ImageÜber den Anreisetag kann ich nur wenig schreiben, da ich aus privaten Gründen erst kurz vor dem Tageswechsel angereist bin. Auf jeden Fall startete die Mission Weltrekord. Es sollte ein Staffellauf von Donnerstag Abend bis Sonntag Mittag stattfinden. Die Strecke war 700 Meter lang und jeder lief mit einer nachts beleuchteten Fackel.Image Jede Gruppe erhielt Startzeiten, sie mussten jeweils eine Stunde überbrücken. Gelaufen wurde in Gruppen, alleine, vorwärts, rückwärts und seitwerts. Man konnte gehen, rennen, joggen oder wie auch immer es einem beliebte, das was zählte war: Bewegung. Schließlich musste die Fackel unterwegs sein. An der Ziellinie wurden dann Finishfotos gemacht. In Kürze findet ihr hier das Diabetes Teens Finishfoto.

Neu waren die Chill-Zelte, Lounge Zelte oder wie auch immer man sie bezeichnen mag. Das waren kleinere Zelte die mit jeweils zwei Betten als Sitzgelegenheit ausgestattet waren. Dort haben wir uns bis spät in die Nacht unterhalten, schließlich hatten wir uns alle lange nicht gesehen, da wir die Camp Ds immer als ein "Wiedersehen unter Freunden" behandeln. Gegen halb drei oder drei machte sich dann eine allgemeine Müdigkeit breit und wir verabschiedeten uns in die Zelte. Das Wetter am Donnerstag war am Abend bescheiden es hat den Abend und die Nacht durchgeregnet.

Freitag, Tag 2 - oder der 08. Juli

Nach dem Frühstück gab es an diesem Tag die Vorträge/Workshops. Besonders eindrucksvoll war der Vortrag von dem ehemaligen Camp D Leiter Hansruedi Stahel. Sein Vortrag mit dem vielsagenden Titel "Yes, I can!" ging um die Rolle der Psyche bei Erfolg oder Misserfolg mit dem Endergebnis, dass der Wille etwas zu wollen einer der Hauptfaktoren ist etwas zu schaffen. Ohne den Willen zum Erfolg wird man keinen Erfolg haben. Daneben gab es weitere Vorträge zu Themen wie Verantwortung übernehmen (das war ab Tag 3 bei jedem gefragt), Diabetes und Blutzuckermessen, Sexualität und Schwangerschaft, Feiern, Beruf Verkehr Soziales, Pumpe und CGM, Sport, DAWN Youth und "wenn nichts mehr geht". Alle Vorträge waren gut besucht und es wurde zu interessanten Themen erzählt und diskutiert. Leider war auch das Wetter am zweiten Tag sehr durchwachsen, Sonne und regen wechselten sich munter ab.

Abends stand für die meisten ein Besuch der Karl May Festspiele an. Gezeigt wurde in dem Freilichttheater im Kalkberg Bad Segebergs der Ölprinz. Begleitet von Teams des Deutschen Roten Kreuzes wanderten die Teilnehmer zu Fuß von der Rennkoppel zum Kalkberg, die Straßen waren gesäumt von Krankenwagen für den Fall der Fälle. Wie gewohnt war das Schauspiel sehr gut und spannend, insbesondere für Männer die sich an Kindheitszeiten zurückerinnerten. Hauptdarsteller ist jedes Jahr Erol Sander als Winnetou, als Gaststars waren dieses Jahr Lisa Fitz und Markus Majowski angereist.

In der Nacht meinte ein Teilnehmer sich nicht an das Alkoholverbot halten zu müssen und war so alkoholisiert, dass er auf dem Camp für Unruhe sorgte. Darüber hinaus zeigte er nicht nur mangelndes Verständnis, sondern beleidigte das Security Personal. Er durfte dann bereits am Samstag Morgen die Heimreise antreten. Auf so jemanden kann man getrost verzichten. Als dies beim Frühstück am Samstag Morgen verkündet wurden applaudierten alle Teilnehmer zu diesem Schritt.

Samstag, Tag 3 - oder ein ungewöhnlicher 09. Juli

Zunächst wurde mit lauten Gesängen der Teilnehmer der Geburtstag der "Mutter des Camp Ds" gefeiert. Die liebe Christina, die mit ihrem Team wieder einmal gezeigt hat, wie perfekt Großveranstaltungen organisiert werden können, feierte ihre vermutlich größte Geburtstagsparty. Es klappte alles, die Anreise war super organisiert, im Camp war alles perfekt, in Kürze: Alles was organisiert werden kann ist durchorganisiert und von außen betrachtet klappt alles. Christina, Dein Team ist super.

Am Morgen begann dann das Sportprogramm. Hier gab es vielfältige Sportmöglichkeiten u. a. Fußball, Beachvolleyball, Kickboxen, Klettern und Fahrradtouren. Ich selber habe das Zorbing ausprobiert. Beim Zorbing stellt oder legt man sich in einen Ball, der entweder von anderen gerollt wird oder den man selber in Bewegung setzen muss.Image Als Alternative konnte man kochen oder mit der Band Erin den Camp D Song aufnehmen. Der Song, so viel darf ich schon verraten, ist super geworden. Die Teilnehmer haben aus voller Kehle gesungen und Erin hat bewiesen, dass sie nicht nur zu viert singen können, sondern mit vielen Jugendlichen zusammen ein Gemeinschaftsprojekt erfolgreich abschließen können. Erin hat den Song mitgebracht, der inhaltlich sehr schön passte. Später wurde dann auch noch eine Aufzeichnung gemacht. Der Song sollte am Sonntag aufgeführt werden. Am Abend gab es dann die Siegerehrung. Das Wetter war an diesem Tag super.Image

Überschattet wurde das Camp D von einem Norovirus Ausbruch. Am Samstag Morgen kamen die ersten Teilnehmer mit Beschwerden zum Notarzt, welcher zusammen mit den anderen Ärzten Tag und Nacht anwesend war, und klagten über Bauchschmerzen und Übelkeit. Bis zum Nachmittag weitete sich das bereits zu einem ernsten Problem aus. Als ich nachmittags beim Orga-Büro war, sah ich bereits viele Teilnehmer unter Decken und am Tropf dort liegen. Aufgrund der vielen Fälle reichte das Krankenzimmer nicht mehr aus, so dass das gesamte Orga-Büro zu einer Krankenstation umgewandelt wurde. Gerade in dem Moment wurden die Ärzte/Diabetologen gebrieft. Vor Ort waren dieses Jahr 20 Ärzte, von denen zwei Notärzte waren. Einer der beiden war leitender Notarzt bei dem Unglück in Eschede. Zusammen mit den Krankenschwestern und Diabetes Beraterinnen machten sie sich sofort an die Versorgung der Erkrankten. Bis zum Abend hatte sich die ganze Situation schon epidemisch ausgeweitet, da waren bereits rund 150 Teilnehmer betroffen. Rund um das Orga-Büro wurde alles abgesperrt, damit die Helfer unbehellig arbeiten konnten. Alles wurde zurück gestellt, oberste Priorität hatten die Erkrankten. Abends gab es dann ein Briefing der Teilnehmer bei dem diesen mitgeteilt wurde, wie die Lage ist. Die Organisatoren handelten schnell und entschlossen obschon sie nicht wissen konnten was der Auslöser war. Sie schlossen alle Toiletten bis auf eine ab und desinfizierten diese jedes Mal nachdem ein Teilnehmer auf einer der Toiletten war und desinfizierten dann auch die Hände des Teilnehmers. Leider ist es in Schleswig Holstein wohl (anders als in den meisten anderen Bundesländern) nicht ohne weiteres möglich außerhalb der Geschäftszeiten von Apotheken kurzfristig größere Mengen von Desinfektionsmitteln zu bekommen. Dies ist etwas, was man in einem Hochtechnologieland wie Deutschland nicht für möglich hält, es war aber tatsächlich der Fall.

Irgendwann waren einfach zu viele Menschen erkrankt und die 20 Ärzte vor Ort alleine überfordert, so dass Großalarm ausgelöst wurde. Aus allen umliegenden und entfernteren Kreisen wurden Rettungswagen und Krankenwagen geschickt und das Ärzteteam aufgestockt und verstärkt, während die Feuerwehr Zufahrten gesperrt und für eine reibungslose Zu- und Abfahrt der Rettungswagen sorgte. Aus Hamburg kam ein Großraumrettungswagen (ein Linienbus) und das Deutsche Rote Kreuz funktionierte eines der Seminarzelte zu einem Lazarettzelt um.

Die Orga stellte Menschen ab, die mit Golfcaddys als Rettungswagen Erkrankte an den Zelten abholten.

Es erkrankten immer mehr. Die Teilnehmer halfen sich in einem großen Ausmaß gegenseitig. Begleiteten erkrankte zur Toilette sorgten für den Nachschub von kohlenhydrathaltigen Speisen und Getränken um Hypoglykämien zu bekämpfen und sorgten für neue Spucktüten oder dafür dass Teilnehmer das Zelt wechseln konnten nachdem sie sich darin übergeben hatten. Wenn es nicht mehr ging wurde die Orga mit den Rettungscaddys gerufen, die die Teilnehmer zu den Ärzten brachten. Die meisten Teilnehmer hatten rapide abfallende Blutzuckerwerte und mussten sich häufig übergeben, so dass der Zuckerhaushalt und eine Dehydrierung der Teilnehmer die größten Probleme waren.

Auf dem Programm stand abends noch der Auftritt der Band One Fine Day, der Auftritt fand vor nur wenigen Zuschauern statt, da die meisten im Camp verblieben.

Insgesamt waren wohl zwischen 200 und 250 Teilnehmer erkrankt von denen rund 150 auf 20 Krankenhäuser in einem Umkreis von 120 km um Bad Segeberg verteilt wurden. Bereits am Samstag/Sonntag konnten viele die Lazarettzelte wieder verlassen oder am Sonntag sogar das Krankenhaus. Die letzten verlassen am heutigen Montag oder am morgigen Dienstag das Krankenhaus.

Das Essen war wohl nicht der Grund, dafür sind zu wenige erkrankt. Am Sonntag Mittag habe ich mich noch mit einem der Köche des Caterers unterhalten, der versicherte, dass sie dort alles tun, um eine Kontaminierung des Essens zu verhindern. Das Essen war zudem auch lecker und wurde von allen Teilnehmern gelobt. Sofern es daran gelegen hätte, hätten alle Teilnehmer erkranken müssen, weil alle das selbe gegessen haben, im Rahmen der Auswahl.

Wie der Virus ins Camp kam ist derzeit noch unklar und wird vermutlich auch nicht aufgeklärt werden. Ich denke vorzugswürdig ist die Vermutung, dass einer der Teilnehmer erkrankt war und die eigene Hygiene vernachlässigt hat und damit dann die Erreger überall verteilt hat. Aufgrund der kurzen Inkubationszeit von nur 1 bis 3 Tagen lag plötzlich ein größerer Teil des Camps flach. Möglicherweise hat der "Einschlepper" gleich auf der Hinfahrt noch mehrere andere Teilnehmer zu Wirten gemacht, die unbewusst bei der Weiterverbreitung halfen. Verhindern kann man so etwas als Organisator nicht. Gesundheitsprüfungen am Eingang eines solchen Camps, wie teilweise in Foren von Nachrichtenportalen gefordert, sind völliger Quatsch, da nicht davon auszugehen ist, dass einer bereits offensichtlich krank war als er zum Camp kam (das wäre bei der Anreise wohl auch aufgefallen, außerdem wurde der erste kranke erst am Samstag Morgen behandelt). Vielmehr wird die Krankheit entweder noch nicht ausgebrochen gewesen sein oder war bereits auskuriert. In beiden Fällen ist der Teilnehmer Wirt des Erregers und kann damit nicht als krank identifiziert werden.

Viel wichtiger ist jedoch, dass die Organisatoren in solch einem Fall gut, klug, schnell, richtig und entschlossen Handeln und die Organisatoren des Camp D stellten abermals unter Beweis, dass sie nicht nur gut geplant organisieren können (Beim Camp D ist alles bis ins kleinste Detail perfekt durchgeplant, alles funktioniert bestens, bei keinem gab es nennenswerte Probleme. Von außen betrachtet klappt immer alles, wenn etwas schief geht wird sofort improvisiert, so dass keinem etwaige Missgeschicke auffallen.), sondern auch in wirklichen Ausnahmefällen schafft es die Organisation alles in geordnete Bahnen zu lenken und alles zum Besten zu lenken. Das Beste ist in so einem Fall wohl die Kranken auszusortieren und Hygienevorschriften zu verschärfen. Beides wurde gemacht. Die Orga, die Ärzte und die Betreuer arbeiteten die Nächte durch, verzichteten auf Schlaf, holten Erkrankte ab, guckten periodisch nach Neuerkrankungen und behandelten die Erkrankten dann in den Rettungszelten.

Sonntag, 10. Juli - oder Tag 4

In der Nacht zum Sonntag erkrankten weitere circa 100 Teilnehmer (diese sind in die bereits genannte Zahl von 200 bis 250 bereits inkludiert). Eigentlich sollte es eine Abschlussparty geben, die jedoch aus offensichtlichen Gründen nicht durchgeführt wurde. Es ist aber falsch von einem Abbruch zu sprechen. Viele der Medien berichteten darüber, dass die Veranstalter das Camp abgebrochen hätten und alle früher hätten abreisen müssen. Beides ist sachlich ganz einfach falsch. Zwar wurde die Abschlussparty abgesagt, das lag aber daran, dass ganz einfach keinem zum Feiern zumute war, während nebenan ca. 150 in Krankenzelten liegen und behandelt werden.

Leider endete in der Nacht zum Sonntag auch der Fackellauf, einer unserer Diabetes-Teens Teilnehmer (es war Christian, vielen Dank) hielt den Lauf drei Stunden alleine aufrecht nachdem die Strecke verändert wurde, da sie direkt über die Rettungsgasse verlief die die Rettungswagen brauchten, vorbei zwischen dem Orga-Büro und dem Rettungszelt des DRK. Allerdings konnte er dann nicht weiter durchgeführt werden, so dass die angepeilte Zeit nicht erreicht werden konnte. Leider. Aber die Prioritäten haben sich natürlich verschoben.

Ganz früh morgens kauften zwei unserer Gruppe Wasserflaschen, weil wir die Getränkestationen nicht mehr benutzen wollten. Diese spendete Diabetes-Zentrale e. V., der das Forum Diabetes-Teens.net betreibt und die Diabetes-Teens Gruppe anmeldete. Kurze Zeit später hatten auch die Veranstalter Wasserflaschen herangeschafft. So dass dann alle Wasserflaschen hatten, ohne auf die Getränkestationen zurückgreifen zu müssen.

Es gab zwei Informationsveranstaltungen, eine morgens für die Betreuer und eine mittags für die Teilnehmer. Dort wurde auch sofort gesagt, dass keine Quarantäne verhängt wurde und alle symptomfreien Teilnehmer wie geplant abreisen. Um das zu unterstreichen kann ich hier aus eigener Erfahrung berichten, dass ich exakt nach dem Plan abgereist bin, der mir am 30. Juni zugeschickt wurde. Insofern entbehrt es jedweder sachlichen Grundlage, dass die Teilnehmer angeblich früher abreisen mussten oder die Veranstaltung aufgelöst wurde.

Leider erkrankten noch ein paar Teilnehmer am Sonntag, auch einige auf der Rückreise. Am Sonntag konnten jedoch noch viele der Erkrankten die Krankenhäuser zu verlassen. Novo Nordisk mobilisierte die Mitarbeiter des firmeneigenen Kundendienstes, die ihren Sonntag damit ausfüllten die Hotline des Camp Ds zu übernehmen und die Eltern der Erkrankten zu verständigen.

Aus naheliegenden Gründen durfte man dieses Mal keine Zelte mit nach Hause nehmen, dies ist verständlich und nachvollziehbar. Einige Unbelehrbare wussten es jedoch besser und schmuggelten Zelte nach draußen. Für solche Menschen habe ich keinerlei Verständnis. Wie kann einem ein Zelt nur so wichtig sein, dass man ein solches Risiko eingehen muss.

Im Namen aller Teilnehmer des Camp D möchte ich mich bei der gesamten Organisation, den Ärzten und Betreuern wirklich von Herzen im Namen aller Teilnehmer bedanken. Mit dem kompromisslosen und zielführenden spontanen Einsatz des gesamten Teams gelang es eine aus den Fugen geratene Veranstaltung in geordneten Bahnen zu halten. Zu keiner Zeit gab es Panik und zu keiner Zeit geriet die Lage außer Kontrolle. Die Helfer haben Unmögliches möglich gemacht und Übermenschliches geleistet. In der Abschlussveranstaltung feierten die versammelten Teilnehmer einstimmig die Helfer vor Ort. Als die Teilnehmer der Diabetes-Teens Gruppe aufstanden, standen alle anderen der verbliebenen (also ca. 400 bis 500) ebenfalls auf. Allen Helfern gebührt der gesamte Dank und Respekt aller Teilnehmer, zu keiner Zeit wurde die Organisation der Veranstaltung von den Teilnehmern kritisiert. Ganz im Gegenteil, die Lage war nicht vorhersehbar und konnte nicht verhindert werden. Auch das Gesundheitsamt konnte keinerlei Mängel in der Organisation oder in der Hygiene der Veranstaltung feststellen. Auch einer, der eigentlich zur Diabetes-Teens Gruppe gehörte unterstützte die Camp D Orga tatkräftig und war aufgrund der Ereignisse weit über 30 Stunden ohne nennenswerten Schlaf. Die gegenseitige Unterstützung, möge man sie Solidarität, Zivilcourage oder anders benennen war außerordentlich. Das war eine wunderbare Erfahrung.

DANKE Camp D Orga, Ärzte und Betreuer für Euren Einsatz, um uns nun zum dritten Mal eine unvergessliche und schöne Zeit zu ermöglichen!

Wir wollen alle wiederkommen zum nächsten Camp D, sei es im nächsten, in zwei oder in drei Jahren. Es gibt auch keinen Grund sich unsicher zu fühlen, denn: Wenn etwas schief geht, die Camp D Orga hat sofort einen Plan!

Auch aus der Diabetes-Teens Gruppe erkrankten einige. Zeitweise waren wir sicherlich auf weniger als 1/3 reduziert, circa die Hälfte musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Viele kamen bereits am Samstag Abend/Sonntag Morgen zurück. Drei erkrankten noch auf der Rückfahrt. Am heutigen Montag geht es allen jedoch viel besser. Die letzten wurden heute aus dem Krankenhaus entlassen und traten die Rückreise an. Denen die noch Probleme haben wünschen wir alles Gute und eine schnelle Genesung.

Jan, ein Camp D Teilnehmer aus der Diabetes-Teens Gruppe

Weitere Informationen findet Ihr unter:
Camp D / Aktuell
Pressemitteilung von Novo Nordisk

P.S.: Das Norovirus ist für sich genommen nicht gefährlich, es ist jedoch hochinfektiös, wie man eindrucksvoll sehen konnte. Bereits nach einigen Stunden ging es vielen schon besser (wie der leitende Notarzt sagte: Es ist kurz aber heftig.). Die Anzeichen sind Durchfall und Erbrechen. Bei Diabetikern relevant ist auch der Abfall der Blutzuckerwerte die schwer in den Griff zu kriegen sind. Dies ist besonders schlimm, wenn man gerade gegessen hat und das Essen wieder ausbricht, nachdem bereits Insulin hierfür injiziert wurde. Daneben muss ein hoher Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden.




Updates und neue Entwicklungen

Update 13. Juli I:
Heute wurden wohl auch die letzten aus den Krankenhäusern entlassen; einige wenige konnten am Dienstag noch nicht entlassen werden. Die meisten sind aber noch bis zu 14 Tage krank geschrieben.

Update 13. Juli II:
Wie ich hörte waren die Eltern der betroffenen Jugendlichen auch sehr zufrieden mit dem Krisenmanagement von Novo. Sie erfuhren über die Hotline jederzeit alle notwendigen Informationen und Novo kümmerte sich um alle Kranken bis sie wieder zu Hause waren. Sie haben ihre Verantwortung nicht mit der Einlieferung ins Krankenhaus an die Eltern abgeschoben. Das ist top!

Update 13. Juli III:
Heute wurde das Gepäck verschickt, was von den Kranken im Camp zurückgeblieben ist und nicht bereits ins Krankenhaus gebracht werden konnte. Ihr erhaltet also in Kürze Post!

Update 14. Juli I:
Die ersten haben heute ihr Gepäck als Paket zurück erhalten.

Update 14. Juli II:
Nach der heutigen Pressemitteilung von Bayer Vital wurde das Norovirus als Quelle durch das Gesundheitsamt bestätigt. Am Dienstag sind, mit Ausnahme von zwei Patienten, alle verbleibenden entlassen worden. Ganz genau waren es nun 143 Teilnehmer, die in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten.




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Kathrin war so lieb und kurzfristig die Fotos zur Verfügung zu stellen. Sie war auch Teilnehmerin in der Diabetes-Teens Gruppe.