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Eines von vielen Projekten, um schlauer zu sein?

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Wenn man sich bei einem Hersteller als Anwender registriert, erhält man in regelmäßig unregelmäßigen Abständen Informationen über neue Produkte, neue Ideen und neue Aktionen. Die Firma Bayer Vital GmbH ist diesbezüglich keine Ausnahme und so wurde ich vor kurzen über ein Wissensquiz im Zuge der „Einfach schlauer!“ Kampagne informiert.

In drei Sendungen wird der Diabetiker über verschiedene Themen, ähnlich eines Lexikons mit vielen Hilfestellungen für den Alltag informiert und kann dieses in Form von Fragebögen wieder zurückschicken. Natürlich gibt es auch was zu gewinnen. Für diejenigen die nicht so lange warten wollen, steht eine Rubbelfeld mit den Lösungen des Quiz zur Verfügung.

Diese Aktion soll im Folgenden einer kurz aber konstruktiv kritisiert werden. Natürlich ist es nur eine subjektive Meinung und die Ausführungen haben keinen allgemeingültigen Charakter bzw. beinhalten keine Bewertung der Firma Bayer bzw. ihrer Produkte im Diabetessegment.

Mit den negativen Punkten beginnend, fallen schon in dem ersten Heft mit dem ausführlichen und informativen Thema „Diabetes und Sport“ einige Stellen auf. So werden alle Angaben nur in der Blutzuckermaßeinheit mg/dl angegeben, während die östlichen Bundesländer in mmol/l misst. Ohne diesen endlosen Streit wieder zu entfachen, wäre es sinnvoll gewesen, die Schreibweise aus den öffentlichen Publikationen … mg/dl (... mmol/l) oder … mmol/l (… mg/dl) zu übernehmen. Weiterhin fiel ein verwirrend formulierter Abschnitt auf:

Bei längerer Bewegung zusätzlich langsam resorbierende Kohlenhydrate essen: z.B. Brot, Schokolade, Sportriegel. Diese Kohlenhydrate können auch vorbeugend (1 BE/KE pro 30 Min.) essen, wenn Ihr Ausgangs-Blutzucker über den gewünschten Startblutzucker liegt.

Vorbeugend essen, wenn man schon ein zu hohen Blutzucker hat? Ich denke sie meinen, wenn man einen zu niedrigen Blutzucker hat, damit die Aktivität nicht zu Hypoglykämien / Unterzuckerungen führt.

Auf der anderen Seite hat die Aktion auch viele positive Seiten, die mich mit Verlaub auch dazu brachten, diese Zeilen zu schreiben. Als Diabetiker informiert man sich in der Regel nur wenige Male über ein komplexes Thema. Die mitgelieferten Hefte haben sowohl von der Tiefe als auch vom Umfang ein Niveau, das über die üblichen Flyer und Informationsbroschüren hinausgeht. Trotzdem kann man das Heft mit in die S-Bahn oder den Bus nehmen. Dieses lebenslange Lernen und Wiederholen ist gerade bei einer chronischen Krankheit wie Diabetes enorm wichtig.

Mit Hilfe des Gewinnspiels und des Grundgedanken regelmäßig neue Informationen zugeschickt zu bekommen, motiviert man den Empfänger, sich mit dem entsprechenden Thema zu beschäftigen. Damit der Erkenntnisgewinn auch bei denjenigen gewährleistet ist, der nach dem Lesen die nicht zu frankierenden Briefe zu Hause lässt, hat man das Rubbelfeld mit den Lösungen eingebaut.

Zusammengefasst fand ich die Idee und die Umsetzung gut, gleichwohl einige Fehler im Lektorat, d.h. bei der Kontrolle des Heft-Entwurfes, geschehen sind, die leicht zu vermeiden gewesen wären.