Skip to main content

Diabetes und Blutspende

Erstellt in

Unter Diabetikern wird ab und an die Frage diskutiert, ob man Blut spenden darf oder nicht. Anlass dieser Diskussionen sind Berichte von Diabetikern, nachdem dies möglich sei. Dies veranlasste uns bei dem DRK nachzuhaken und diese Frage zu klären.

Grundlage für das Verbot für insulinpflichtige Typ-1 und Typ-2 Diabetiker sind die "§§ 12 und 18 des Transfusionsgesetzes die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut. Diese haben dazu die "Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) in der Fassung 2005 mit Nachträgen 2007 herausgegeben."

Als Begründung nannte das DRK: "Neben der genetischen Prädisposition werden als Ursache des Diabetes mellitus infektiöse Einflüsse und Autoimmunprozesse diskutiert. Es besteht bei Diabetikern eine Stoffwechsellage mit unkalkulierbaren Blutzuckerentgleisungen im Stress- und Kollapsfall. Regelmäßige Injektionen bergen das Risiko der Sterilität und weitergehend ein Infektionsrisiko. Sowohl zum Schutz des Spenders wie auch zum Schutz der Empfänger von Blutkonserven können insulinpflichtige Spendewillige deshalb nicht zur Blutspende zugelassen werden.

Nicht insulinpflichtige Diabetiker mit einer guten Einstellung durch Diät oder orale Antidiabetika können weiterhin Blut spenden. Bei der Zulassung zur Blutspende sind bekannte Nebenwirkungen besonders zu beachten und durch den Arzt abzuklären."

Quelle: 

Friedrich-Ernst Düppe
Pressesprecher DRK-Blutspendedienst West