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Interview mit Finn Köster von mein-diabetes-blog.com

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Ab und an muss man auch über den Tellerrand schauen. Andere Leute nennen es "perspektivischen Wechsel." Wir nennen es eine Interview-Reihe mit und über Blogger und Webmaster, die seit Jahren über Diabetes mellitus schreiben. Den Anfang mach Finn Köster von http://www.mein-diabetes-blog.com.

Guten Morgen Finn. Seit einigen Jahren gehören deine Freundin Ilka und Du zum "festen Etablishment" der deutschsprachigen Diabetes-Blogger-Szene, wenn man das so sagen kann. Beschreibe unseren Leser kurz, wie Ihr auf die Idee gekommen seid, eine Homepage zu gründen?

Wir wollten einfach unsere Erfahrungen weiter geben. Den Lesern zeigen, dass man auch mit Diabetes ein ganz "normales" Leben führen kann und das man sich durch nichts, auch nicht durch den Diabetes in irgendeiner Weise einschränken braucht. Ein Leitsatz von mir ist immer: "Der Diabetes muss sich meinen Leben anpassen und nicht meine Leben an die Diabetes!" Wir haben auch gemerkt, dass sich die Leser für unseren Blog interessieren, dass sie genau die gleichen Probleme haben und sich freuen sich mit anderen Auszutauschen.

Wie häufig postet Ihr eure Beiträge?

Aber wir versuchen, dass wir 2 Posts pro Woche schreiben. Auf unserer Facebook Fanpage wird natürlich mehr geschrieben.

Wenn man zu zweit einen Blog betreut, wie entscheidet Ihr, wer als nächstes einen Bericht verfassen wird? Ist das eher zufällig?

Also der überwiegende Teil wird ja von Ilka geschrieben. Ich muss gestehen, ich bin nicht so der Schreiberling. Ilka entscheidet das aus dem Bauch heraus oder wir besprechen, was wir als nächsten Beitrag schreiben. Oft ist es auch der Zufall, Dinge die im alltäglichen Leben passieren.


Habt ihr euch eine spezielle "Mission" überlegt, ein Handlungsziel, das vorher so noch nicht da war, weshalb ihr den Blog gestartet habt?

Ein spezielles Handlungsziel haben wir am Anfang nicht verfolgt. Wir sehen und lesen jetzt durch unseren Blog, dass sich ganz viele Leser ein Vorbild an uns nehmen. Das birgt natürlich auch eine große Verantwortung.

Natürlich beeinflusst der Diabetes das ganze Leben. Wie stehst du zu der These, dass der Diabetes durch die Öffentlichkeitsarbeit in Portalen/Blogs/Foren/Tweets etc. auch positive Auswirkungen hatte?

Die These stimmt. Dadurch das ich mich 24 Stunden intensiv mit meinen Diabetes beschäftige hat natürlich Auswirkungen. Ich lerne sehr viel über ne Behandlungsmethoden usw.


Gab es auch negative Erlebnisse in Verbindung mit mein-diabetes-blog.com?

Nein, eigentlich nicht.


Wie würdest Du die Blogger-Szene Deutschland oder die privaten deutschsprachigen Diabetespublikationen im Internet beschreiben? Bunt oder eintönig? Eine Familie oder ein ewiger Kleinkrieg?

Bunt gemischt kann man nicht sagen. Es gibt ja nicht so viele. Als "Kleinkrieg" würde ich es nicht bezeichnen. Sicherlich, Neider gibt es überall! Aber im Grunde genommen sind wir alle eine große Familie, die nur ein Ziel haben muss: Den Diabetes sexy zu machen. Raus aus dem Image, Diabetiker sind dick und faul. Wir sind auf einem guten Weg denke ich.


Kannst Du dich an ein spezielles Ereignis erinnern, als Du ganz dringend konkrete Informationen gesucht hast und sie als erstes in einem Blog oder einer privaten Homepage gefunden hast?

Bevor wir den Blog hatten? Nein!


Wurdest Du von deinem Arzt schon mal auf mein-diabetes-blog.com angesprochen, bzw. hast Du ihn mal auf die Seite angesprochen?

Mein Arzt im Medicum Hamburg liest regelmäßig unseren Blog und kommentiert fleißig die Artikel. Aber ich weiß das andere Ärzte und Diabetes Berater auch den Blog regelmäßig lesen.


Wie lange kennst Du schon die Angebote von Diabetes-Zentrale e.V. ? ;)

Noch nicht so lange ... seit ca. 3 Jahren!


Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.