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Wellion Linus - Der Vampir im iPod-Format: Erfahrungsbericht

Das Wellion Linus ist eines der neuesten Messgeräte, die es zur Zeit auf dem deutschen Markt gibt, das Blutzuckermessgerät arbeitet nach dem dynamischen Messprinzip.

Details in Kurzfassung

  • Gewicht: 44,1 g (inkl. Batterien)
  • Größe: 4,4 x 7,7 x 1,6 cm
  • Zahlengröße im Display: 25 x 15 mm
  • Messbereich (mg/dL): 20 - 600 mg/dl
  • Messbereich (mmol/l): 1,1 - 33,3 mmol/l
  • Probevolumen: 0,5 Mikroliter
  • Prüfmethode: elektrochemisch
  • Batterie: 2 Lithium Batterien (3V, Typ "CR 2023")
  • Messdauer: so schnell wie 1-2-3
  • Speicher: 300 Messergebnisse mit Datum und Uhrzeit
  • PC-Schnittstelle: ja (USB)
  • Kalibrierung: Code

Optik und Verarbeitung

Das Linus schaut nicht aus wie ein medizinisches Gerät, man könnte es für einen neuen Mp3Player oder sonstiges technisches Gerät halten. Es ist zeitlos gehalten in silber-schwarz; wobei das Gehäuse silbern ist und die Gummierung an den Seiten schwarz.
Die Verarbeitung ist sehr gut, selbst die Knöpfe aus Gummi passen sich sehr gut ein.

Tasten und Menüführung

Es gibt 3 Tasten eine On/Off-Taste und eine Links- bzw. Rechtstaste. Mit der On/Off Taste startet man das Gerät, indem man sie kurz drückt, und man kommt dort in den Speicher der Ergebnisse, mit einem Tastendruck nach rechts kann man die Durchschnittswerte für "Frühstück, Mittag, Abendessen, Nacht" abrufen, mit einem Tastendruck nach Links blättert man im Speicher.
Wenn man die On/Off-Taste lange drückt, kommt man ins Menü "MEM, AL 1, AL2, AL3, AL4, AL5, AL6, SET".
Bei "MEM" kann man die Durchschnittswerte und Grafiken der letzten 14 - 30 - 90 Tage abrufen. "AL1" bis "AL6" sind die Programmierbaren Alarme/ Erinnerungen; bei SET kann man alle nötigen Grundeinstellungen ändern, wie z.B. Datum, Uhrzeit, Signallautstärke, Hyper- und Hypoalarm.
Man findet sich in den Menüs relativ schnell zurecht, zur Not einfach durch drücken und probieren.

Linus in Aktion

Das Messen ist sehr einfach und schnell:

  • Teststreifen reinstecken, Gerät startet, Codierung überprüfen
  • Blut auftragen (0,5 µl Blut)
  • nach ca. 3 sec erscheint das Ergebnis
  • Teststreifen entfernen

Display

Das Display ist groß und die Werte werden gut lesbar angezeigt, die Hintergrundbeleuchtung sorgt dafür, dass man alles auch bei schlechten Lichtverhältnissen (z.B. Kino) ablesen kann.

Zubehör

Stechhilfe: naja es ist die Stechhilfenart, wie sie auch beim FreeStyleMini verwendet wird…, ich würde sagen, dass man da lieber Soft- oder MutiClix von Accu-Chek verwenden sollte, je nach Geschmack.

Tasche: ist eine relativ dünne, flexible Tasche, das Gerät selbst kann man gut in ihr transportieren, aber mehr passt da nicht rein. Man muss selbst entscheiden, wie man es möchte, ob man diese Tasche oder eine andere Tasche verwenden möchte oder es so lose irgendwo trägt.

Batterie

2 x flache Knopfzellen. Andere Batterien passen nicht in das Gerät, es soll ja möglichst klein sein. Man muss halt entscheiden, was man will. Standart-Batterien, oder ein kleines Gerät.

Messwertübertragung/ Speicherung

Das Linus verfügt über einen USB-Anschluss, was es sehr einfach machen wird. Leider gibt es NOCH keine passende Software, aber das wird sicher noch kommen.
Gespeichert werden 300 Werte, was ausreichend sein sollte.

Preis

Das Linus (Set) gibt es für 49,95€
Set-Inhalt:

  • Gerät
  • Batterien
  • Tasche
  • 10 Lanzetten
  • Stechhilfe inklusive AST-Kappe

50 Teststreifen gibt es für 27,90€ (bei großen Mengen werden sie günstiger).
Wie bei allen Geräten gibt es Wege und Möglichkeiten an das Gerät auch so ranzukommen, fragt einfach beim Diabetes-Versandhandel nach.

Kritik

Es gibt nicht viel, das man bemängeln könnte, das Gerät an sich hat alles, was man braucht, es sind wirklich nur Kleinigkeiten, die man noch verbessern könnte. Eines davon wäre die Codierung, aber, wenn man sich gleich größere Mengen an Teststreifen bestellt, braucht man meist nicht so häufig codieren, da die Packungen dann oft den selben Code haben.

Ein weiteres Extra, welches möglicherweise auch noch schön wäre, ist die Beleuchtung des Teststreifens, damit man im Dunkeln (Disco) ebenfalls sieht, wo das Blut hin muss, ganz nach FresStyleMini.

Fazit

Es ist ein kleines und modernes, alltagstaugliches Gerät, man muss sich damit nicht verstecken zum Messen, was man ja eh nicht muss ;). Ich kann es nur empfehlen, es macht Spaß, damit zu messen und vor allem, wenn man so zurück denkt an die früheren Geräte, ist dieses eindeutig schneller. Die 5 Sterne bekommt es deshalb, da alles Wichtige dran ist und nur "Extras" fehlen, die man verkraften kann.

Autor: 
Richard Schlomann