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Stada GlucoCheck - Erfahrungsbericht

Die STADA ist ein relativ junger Anbieter von Blutzuckermesssgeräten. Das Stada GlucoCheck ist ihr drittes veröffentlichtes Gerät, obgleich alle drei eigentlich aus den USA stammen. Sie sollen Qualität mit einem fairen Preis verbinden. Es ist eines der wenigen Geräte die man zwischen mmol/l und mg/dl umschalten kann.

Details noch mal kurz:

  • Blutprobenmenge : 1 µl
  • Messzeit : 10 Sekunden
  • Speicher : 365 Messwerte mit Datum und Uhrzeit
  • Messprinzip : Elektrochemisch
  • Messbereich : 20 - 600 mg/dl
  • Kalibrierung : Code Chip
  • Besonderes: Gute Handhaltung (Bedienung oben)

Optik und Verarbeitung
Das Gerät wirkt ein wenig kantig, obwohl es gut in der Hand liegt. Es ist im hellen silbernen Ton gefasst. Der innere Bereich des Displays ist rund in das Gehäuse eingefasst, wodurch ein wenig Kälte zurückgenommen wird.

Tasten und Menüführung
Ein Plus erhält das Gerät für die Anordnung der Tasten am Kopf. Dadurch kann man auch in bedrängten Situationen wie in der U-Bahn oder beim Radfahren mit dem Gerät einhändig arbeiten. Leider muss man dadurch ein paar Mal oben raufschauen, wo nun die „Auswähltaste“ und die + bzw. – Taste ist. Das Setup ist auch intuitiv durch langes Drücken der „Auswahltaste“ erreichbar.

Messen
Vor dem Messen muss das Gerät codiert werden. Hierzu muss der entsprechende Code (der Stift steckt links im Gerät drin) eingegeben werden. Danach wird der etwas zu groß geratene Messstreifen eingeführt und ähnlich wie bei dem Ascensia Contour vorne mit Blut versehen. Nach 10 Sekunden ist die Messung vorbei. Mit der Blutmenge von 1 µl und der Messzeit von 10 Sekunden ist das Gerät zwar nicht „high end“, aber auch nicht so schlecht. Die Messstreifen sind sehr leicht zu knicken. Aber selbst in diesem Zustand war eine vernünftige Messung noch möglich.

Das Display
Das Display enthält „nur“ Datum, Uhrzeit, Messung und die Maßeinheit in der das Gerät misst. Es ist ausreichend groß. Leider vermisst man weitere Features wie die optionale Beleuchtung des Displays.

Zubehör
Das Zubehör ist akzeptabel. Die Tasche und Stechhilfe sind robust und solide. Leider hat Stada die Entwicklung der Hardcover Tasche vom GlucoStada übernommen.

Batterien
Die Batterie ist eine Knopfzelle vom Typ CR2032, welche über die Rückseite des Gerätes entnommen werden kann. Die Verdeckklappe für die Batterie ist nicht entfernbar, wodurch sie jedoch auch nicht wegkommen kann.

Preis
Der Preis für das Stada GlucoCheck beträgt € 44,50. Dieser Preis ist zwar nicht besonders günstig, doch liegt er im unteren Bereich der Blutzuckermessgeräte

50 Messstreifen kosten € 32,50 und liegen damit im Mittelmaß. Aufgefallen ist, dass einige Versandapotheken das Gerät gar nicht führen, obwohl es besser als das zweite Gerät von STADA ist.

Kritik
Das Gerät wirkt ein wenig kantig. Ein weiterer Nachteil sind die großen unhandlichen Messstreifen. Leider lässt das Menü keine Möglichkeiten für Markierungen.

Fazit
Trotzdem hat das Gerät auch große Vorteile, wovon das Umschalten zwischen mmol/l und mg/dl sicher einer größten ist. Eine nette Kleinigkeit ist das hauseigene BZ-Tagebuch, welches im Set schon vorhanden ist. Das Preis-Leistungsverhältnis ist zwar in Ordnung, obgleich es nicht als positive Überraschung angesehen werden kann.Zusammengefasst erhält das Gerät von uns die Schulnote 3.

Autor: 
Matthias Widner