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Breeze 2 - neuer Scheibenmesser

Bayer stand oder steht in der Regel meist für das Contour. Parallel dazu und zum Vorgänger Elite entwickelten sie ein Gerät mit austauschbarer Sensorenscheibe, die 10 Teststreifen enthielt. Die ersten beiden dieser Art waren die Blutzuckermessgeräte Dex und Dex 2. Darauf folgte das Breeze und nun das Breeze 2. Uns liegt das mmol/l Set vor zum testen.

Bayer Breeze 2

Details:
Firma: Bayer
Gerät: Breeze 2
Probenmaterial: kapillares Vollblut
Blutmenge: 1,0 l
Messbereich: 10-600 mg/dl oder 0,6-33,3 mmol/l
Messzeit: 5 Sekunden
Temperatur: 10-45°C
Speicherkapazität: 420 Messungen mit Uhrzeit und Datum
Kalibrierung: Automatisch

Optik und Verarbeitung:
Das Gerät wirkt sehr klobig. Selbstverständlich liegt dies an der Sensorscheibe. Trotzdem sind wir der Meinung, dass das Gerät zu groß und zu klobig ist. Farblich ist es mit seiner silbrig blauen Verkleidung an das Contour (2006) angelehnt. Die Verarbeitung ist – im Gegensatz zu dem ersten Dex – sehr gut. Die Sensorklappe und der Sensorschieber wirken sehr robust und versprechen eine lange Lebensdauer.

Tasten und Menüführung:
In seinem normalen Zustand sieht man nur ein Knopf, mit dem man das Gerät einschaltet. Klappt man die vordere Verkleidung runter sieht man insgesamt 6 Tasten. Neben dem schon genannten „Power“ Knopf kann man mit M die gespeicherten Messwerte abrufen und in ihnen mit den Pfeiltasten scrollen. Mit dem Knopf auf dem man eine Uhr sieht stellt man – wer hätte es anders erwartet – die Uhrzeit ein. Mit OK bestätigt man alle Einstellungen. Durch diese Tastenauswahl braucht man kein komplizierte Menüstruktur zu durchwandern.

Messen:
Das tägliche Messen funktioniert etwas anders als bei herkömmlichen Messgeräten. Zu Beginn muss eine Sensorscheibe eingelegt sein. Dafür klappt man am oberen Ende den hinteren Teil des Gerätes runter und legt die Sensorscheibe mit der Markierung sichtbar nach oben ein. Um den ganze ein wenig Halt zu geben fügen sich die dreieckigen Lücken im Schreibenrand in die vorhandenen Kanten. Danach klappt man das ganze einfach wieder zu, zieht unten am Sensorschieber und drückt diesen wieder rein. Dadurch wurde die Scheibe ein wenig weiter gedreht. In diesem Moment schiebt sich oben ein Messstreifen raus. Dies wird gleichfalls in dem nun von allein sich einschaltenden Display angezeigt. Nach 5 Sekunden sieht man das Ergebnis. Das Gerät muss aber im Gegensatz zu anderen Geräten wieder manuell ausgeschaltet werden.

Display:
Das Display ist ungefähr genauso groß wie das vom Contour (2006). Trotzdem sind die Ziffern ein wenig kleiner, weil noch mehr Informationen, bspw. ob eine Sensorscheibe vorliegt, angezeigt werden muss. Ingesamt ist das Display zwar gut lesbar, doch enttäuscht es aufgrund der Gesamtgröße des Gerätes ein wenig.

Zubehör:
Das Set enthält einen kleinen Diabetikerausweis, ein Gerätefragebogen, Aufkleber als Legende für die 6 Tasten in unterschiedlichen Sprachen – was an sich eine sehr intelligente Idee ist, eine Kurzanleitung, Servicekarten, die Tasche, die interessanter Weise nicht größer ist als beim deutlich kleineren Contour, eine Sensorscheibe und natürlich das Gerät plus Stechhilfe. Zusammengefasst sind die Aufkleber nicht schlecht und die Tasche, sowie die Hefte Standard. Lob muss Ascensia bei dem Handbuch ausgesprochen werden, welches sehr übersichtlich ist.

Stechhilfe:
Die Stechhilfe ist der alte Bayer-Bekannte Microlet. Obwohl es Kollegen gibt, denen diese Stechhilfe zu alt erscheint, habe ich mich daran gewöhnt. Es gibt an ihr nur auszusetzen, dass unsere Tests bei älteren Bayer-Geräten ergaben, dass die Kappe vorne zu schnell abfällt, was bei dem losen Tragen in der Hose schmerzhaft werden kann. Im 1-Woche-Test konnten wir das bei dem mitgelieferten Exemplar nicht feststellen. Ansonsten ist es eine zuverlässige und solide Stechhilfe.

Batterie:
Von alleine kommt man nicht auf die Idee, wo die Batterie - eine Knopfzellen vom Typ CR 2032 – sich versteckt haben könnte. Das sehr gut geschriebene Handbuch gibt aber in ausführlichen Zeichnung schnell Hilfestellung: An der linken Seite können Sie einen kleinen Schieber im aufgeklappten Status – siehe Teststreifen wechseln – rausziehen.

Preis:
Der Preis variiert von Angeboten von 20 Euro bis hin zu 60 Euro. Für 20 Euro ist es wirklich günstig. Die Teststreifen kosten um die 30 Euro / 50 Stück. Damit liegen diese im normalen Rahmen.

Fazit:
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Gerät besser als seine Vorgänger ist. Trotzdem ist es für den täglichen Gebrauch zu groß und der Vorteil der Sensorscheibe kommt damit nicht richtig zu Geltung. Die Tasche und somit auch Messstreifen, wie bei dem Contour, muss man dann so oder so mitnehmen. Technisch und von der Verarbeitung ist es aber sehr gut geworden, so dass es als Heimgerät oder als Zweitgerät auf Arbeit gut gebraucht werden kann. Je nach Alter und Vorlieben des Diabetikers tendieren wir damit zwischen einer 3+ und einer 2-. Es ist besser als viele andere Geräte, jedoch unpraktischer – also nicht schlechter in dem Sinn – als das Contour, welches eine 2 erhielt.